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Festival des deutschen Films
"Rose" gewinnt in Ludwigshafen
Das queere Historiendrama "Rose" von Markus Schleinzer ist beim Festival des deutschen Films als bester Film ausgezeichnet worden. Hauptdarstellerin Sandra Hüller hatte für ihre Rolle bereits den Silbernen Bären der Berlinale erhalten.

Im Film "Rose" von Markus Schleinzer geht es um eine Frau, die sich im 17. Jahrhundert als Mann ausgibt, um zu überleben (Bild: Gerald Kerkletz / Schubert, Row Pictures und Walker + Worm Film)
- 6. September 2026, 06:58h 2 Min.
Das queere Historiendrama "Rose" von Markus Schleinzer ist beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen zum besten Film gekürt worden. In dem Schwarz-Weiß-Film spielt Sandra Hüller die Hauptfigur: eine Frau, die sich im Dreißigjährigen Krieg als Soldat ausgibt. Dafür bekam sie bei der Berlinale im Februar den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung (queer.de berichtete).
Die Fachjury in Ludwigshafen begründete ihre Wahl so: Formal perfekt durchkomponiert, getragen von einer fantastischen schauspielerischen Leistung und jenseits vordergründiger, tagesaktueller Fragen erzähle der Film eindrücklich vom Kampf einer Frau mit gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen.
Weitere Preise: "Silent Friend" und "Extrawurst"
Der Preis für die beste Regie ging an Ildikó Enyedi für "Silent Friend". Enyedi inszeniere weniger eine Geschichte als einen Zustand der Wahrnehmung. Im Mittelpunkt des Films steht ein majestätischer Ginkgo-Baum, um den herum sie nahezu ein Jahrhundert erzählt. Mit seiner Bildsprache entführe der Film leise, sensibel und zart in eine entschleunigte, verzauberte, magische Welt.
Für das beste Drehbuch wurden Moritz Netenjakob und Dietmar Jacobs für "Extrawurst" ausgezeichnet. Das Drehbuch beinhalte scharfzüngige Dialoge, bissige Pointen und die aktuelle Streitkultur. Der Jury sei es ein Bedürfnis gewesen, damit ausdrücklich auch das oft unterschätze Genre Komödie zu würdigen.
In dem Film "Extrawurst" berät ein Tennisverein über die Neuanschaffung eines Grills – dies gerät zu einer Diskussion etwa über Integration und toxische Männlichkeit. Zu den Darsteller*innen zählen Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Milan Peschel.
Ideenbörse und Branchentreff
Das Festival gilt als Ideenbörse und wichtiger Branchentreff – und als publikumstärkstes deutsches Filmfestival nach der Berlinale. Die Filmschau auf einer Insel im Rhein an der Grenze zu Baden-Württemberg endet am Sonntag. Insgesamt präsentierten sich 74 Produktionen inklusive Kinderfilmen.
In diesem Jahr erhielten Annette Frier, Christian Berkel und Christian Redl bereits Einzelpreise für Schauspielkunst. Regisseur Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") wurde mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. (cw/dpa)
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