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- 6. September 2026, 07:40h 2 Min.
Vor dem Amtsgericht Lübeck beginnen am 10. und 11. September 2026 zwei Prozesse wegen queerfeindlicher Gewalt. In beiden Fällen sollen die Opfer wegen ihrer sexuellen Orientierung beziehungsweise ihrer Transgeschlechtlichkeit angegriffen worden sein, wie das Gericht mitteilte.
Im ersten Verfahren, das am 10. September um 10:30 Uhr beginnt, müssen sich drei Angeklagte aus Lübeck verantworten: zwei Männer im Alter von 32 und 51 Jahren sowie eine 43-jährige Frau. Der Anklage zufolge hielt sich die 43-Jährige am 8. April 2025 gemeinsam mit dem 51-jährigen Mitangeklagten in der Lübecker Innenstadt im Bereich der Straße An der Obertrave auf. Dort seien ihr zwei Männer aufgefallen, die Hand in Hand gegangen seien. Die Angeklagte soll daraufhin einen der beiden homophob beleidigt haben. Im darauffolgenden Streit soll der 51-Jährige dem schwulen Mann mehrfach ins Gesicht geschlagen haben, wodurch diesem mehrere Zähne abbrachen. Anschließend soll er den 32-jährigen Mitangeklagten hinzugerufen haben, der das Opfer nach seinem Eintreffen ebenfalls homophob beleidigt und bedroht haben soll (queer.de berichtete).
Der zweite Prozess beginnt am 11. September um 9 Uhr. Angeklagt ist ein 22-Jähriger. Ihm wird vorgeworfen, einer Frau am 18. Mai 2025 in Lübeck auf dem Heimweg von der Arbeit gefolgt zu sein und sie wegen ihrer Transgeschlechtlichkeit beleidigt zu haben. Anschließend soll er die Frau niedergeschlagen und getreten haben, während sie am Boden lag. Dabei soll er sie erneut beleidigt und mit dem Tode bedroht haben. Das Opfer erlitt der Anklage zufolge eine Gehirnerschütterung sowie Schmerzen an Armen, Nacken und Rücken. (cw)















