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- 16. November 2006 2 Min.
Durban (queer.de) - Ein südafrikanisches Homo-Paar verklagt British Airways (BA) wegen Diskriminierung. Der 21-jährige Garrit Brown und sein Partner Cecil Pickard behaupten, die Fluglinie habe "alles in ihrer Macht" dafür getan, dass die beiden bei einem Flug Ende März von Johannesburg nach London nicht nebeneinander sitzen durften. Sie verlangen Schadensersatz in Höhe von je 80.000 Rand (8.700 Euro) und eine "akzeptable öffentliche Entschuldigung". Die Homo-Partner aus Kloof bei Durban sagen, sie wären händchenhaltend zum Schalter im Flughafen gegangen, woraufhin ihnen das Servicepersonal mitteilte, dass sie mit ihren Tickets nicht nebeneinander sitzen könnten. Die Karten hatten umgerechnet rund 2.200 Euro gekostet. Auch ein Upgrade in die erste Klasse sei damit nicht möglich gewesen. Allerdings hatte sich die Anwältin des Paares nach dem Flug im Callcenter der BA erkundigt, ob die Tickets hochgestuft werden könnten, was bejaht worden sei. In der Anklageschrift sagten Brown und Pickard, sie hätten sich gefühlt, als ob sie Tiere wären, "die einen Wächter brauchen, in diesem Fall einen anderen Passagier, der ein Auge auf uns wirft, damit wir nichts tun, was in der heterosexuellen Gesellschaft inakzeptabel ist." British Airways nannte die Anschuldigungen "unbegründet". Ein Sprecher sagte nach Angaben der Zeitung "The Mercury", ein Upgrade sei am Schalter nicht möglich gewesen, da die Berechnung des neuen Flugpreises zu kompliziert gewesen wäre. Außerdem könnte das Servicepersonal von ihren Sitzen nicht sehen, ob ein Paar Händchen hält oder nicht. (dk)
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Es kommt bei Airlines vor, dass man nicht sitzt wo und wie man will. Aber wenn die Aussicht auf deftigen Schadenersatz winkt....