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"Wir hassen euch"

Cottbus: Hakenkreuze und Hassbotschaft an queeres Zentrum geschmiert

Erneut ist das Cottbuser Regenbogenkombinat Ziel von Hass geworden. Geschäftsführer Christian Müller sieht dahinter Einschüchterung – und kritisiert den Sparkurs bei der Förderung von Vielfalt.


Die erneuten Sachbeschädigungen am Regenbogenkombinat wurden von einer Polizeistreife entdeckt (Bild: Regenbogenkombinat)

Am Kulturzentrum Bunte Welt in Cottbus sind am Samstag zwei Hakenkreuze auf den Regenbogen­bannern an der Eingangstreppe sowie der Schriftzug "Wir hassen euch" an der Fassade entdeckt worden. In dem Kulturzentrum in der Thierbacher Straße hat auch das queere Regenbogenkombinat Cottbus seinen Sitz.

Das Regenbogenkombinat wurde in den vergangenen Monaten bereits häufiger durch Unbekannte beschädigt. So wurden Regenbogen­banner mehrfach beschmiert und abgerissen (queer.de berichtete). Die rückseitige Fassade wird derzeit erneuert, nachdem im vergangenen Jahr eine Papiertonne dort von Unbekannten in Brand gesteckt worden war (queer.de berichtete).

"Täter wollen queeren Menschen Angst machen"

"Für uns sind das keine Zufälle", erklärte Regenbogenkombinat-Geschäftsführer Christian Müller. "Die Botschaft ist für mich klar. Täter wollen queeren Menschen Angst machen. Es soll das Gefühl von Unsicherheit entstehen und es wird der Versuch unternommen, die Community mit Hassbotschaften einzuschüchtern."

Die beschädigten Banner sind nach Angaben des Zentrums bereits ausgetauscht worden, auch die Fassade solle nun überstrichen werden. "Wir lassen uns nicht vertreiben und werden nicht müde, diese Taten anzuzeigen und öffentlich zu machen", sagte Müller. Das Regenbogenkombinat setzt sich nach eigener Beschreibung für eine vielfältige und offene Gesellschaft ein und schafft Orte der Begegnung und des friedlichen Miteinanders.

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Queere Community braucht Unterstützung

Angesicht der Vorfälle forderte der Geschäftsführer mehr staatliche Unterstützung: "Die queere Community und auch andere Minderheiten werden zunehmend Ziel von Angriffen", sagte Müller. "Wir fordern vom Bund, vom Land und von den Kommunen wirksame Maßnahmen zum Erhalt und zum Schutz der Demokratie." Brandenburg solle bunt bleiben, doch brauche Vielfalt mehr Unterstützung und Förderung. Der aktuelle Sparkurs gehe "in die völlig falsche Richtung". (mize)

-w-