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Star aus "Akte X" und "Sex Education"

Gillian Anderson outet sich als pansexuell

US-Schauspielerin Gillian Anderson hat bereits zuvor über Beziehungen mit Frauen gesprochen. Jetzt hat sie erstmals einen Begriff genannt, mit dem sie ihre sexuelle Orientierung beschreibt.


Gillian Anderson im Mai bei den Filmfestspielen von Cannes (Bild: IMAGO / APress International)

"Akte X"-Star Gillian Anderson hat sich in einem Interview mit der Zeitung "The Australian" (Bezahlartikel) als pansexuell geoutet. Wörtlich sagte die 58-Jährige, sie sei "pan, also pansexuell, im Sinne von: zu allen Geschlechtern hingezogen".

"In meinen jüngeren Jahren hatte ich Beziehungen mit Frauen", bestätigte die Schauspielerin, die seit einem Jahrzehnt mit dem Schöpfer von "The Crown", Peter Morgan, liiert sein soll. Anderson hatte in der vierten Staffel der Serie die britische Premierministerin Margaret Thatcher (1925-2013) verkörpert. "Ich flirte nicht besonders viel. Ich stelle das nicht wirklich zur Schau. Aber ich höre von vielen Frauen in unserem Alter, die ihre Sinnlichkeit und ihr Verlangen nach Sex wiederentdecken", sagte sie.

Anderson: Bin "ein sehr sexuelles Wesen"

Anderson bezeichnete sich im Interview als "ein sehr sexuelles Wesen", räumt jedoch ein, dass sich ihre Beziehung zur Sexualität im Laufe ihres Lebens weiterentwickelt habe. Sie schreibt ihrer Rolle als Sexualtherapeutin Jean Milburn in "Sex Education" zu, den Anstoß zu ihren offenen Gesprächen über Sex gegeben und letztlich die Bücher inspiriert zu haben. Dies habe zu ihrem Buch "Want" (Amazon-Affiliate-Link ) sowie ihrem neuen Werk "More" (Amazon-Affiliate-Link ) geführt – Sammlungen von Briefen anonymer Frauen aus aller Welt, in denen sie ihre Sehnsüchte und sexuellen Fantasien schildern.

Bereits im vergangenen Monat hatte Anderson in einem Interview mit der britischen "Sunday Times" davon erzählt, wie sie im konservativen Milieu aufgewachsen sei in ihrer Schulzeit heimlich eine Beziehung mit einer Mitschülerin geführt hatte (queer.de berichtete).

In der "Sunday Times" wurde Anderson auch gefragt, ob sie sich damals als lesbisch identifiziert habe. Sie antwortete mit Nein. Im Laufe ihres Lebens habe sie immer wieder Partnerschaften sowohl mit Männern als auch mit Frauen geführt. Rückblickend hätten ihr damals schlicht die Begrifflichkeiten und Vorbilder gefehlt, um ihre fluide Identität und Gefühle treffend zu benennen. Inzwischen scheint sie mit pansexuell die richtige Begrifflichkeit gefunden zu haben.

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Pansexualität unterschiedet sich von Bisexualität darin, wie die Geschlechtsidentität anderer Personen dabei wahrgenommen wird. Bezeichnet die Anziehung zu Menschen unabhängig von deren Geschlecht oder Geschlechtsidentität. Das Geschlecht spielt also bei der Anziehung im Grunde keine Rolle; im Fokus steht die Persönlichkeit oder die individuelle Ausstrahlung. Der Begriff wurde vor allem in den letzten 15 Jahren populärer, weil viele Menschen nach einem Bezeichnung suchten, die sprachlich über den (oft fälschlich als rein zweigeschlechtlich missverstandenen) Begriff Bisexualität hinausging. (cw)

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