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New York City
Kai Schreiber zum Nachwuchs-Model des Jahres gewählt
Als erste trans Frau gewinnt die 17-jährige Kai Schreiber den Preis als "Breakthrough Model of the Year". Auch die stolzen Eltern Naomi Watts und Liev Schreiber waren bei der Verleihung dabei.

Kai Schreiber auf dem Red Carpet der Fashion Media Awards mit ihrer Mama Naomi Watts (Bild: IMAGO / ZUMA Press)
- 14. September 2026, 13:24h 3 Min.
Starkes Zeichen für queere Repräsentation in der Modewelt: Das 17-jährige trans Model Kai Schreiber ist am Freitag bei den renommierten Fashion Media Awards im New Yorker Rockefeller Center als "Breakthrough Model of the Year" (Nachwuchs-Model des Jahres) ausgezeichnet worden. Schreiber schrieb damit Geschichte als erste offen trans Frau, die diesen begehrten Nachwuchspreis entgegennehmen durfte. Der Preis wurde dieses Jahr zum 13. Mal vom Branchenmagazin The Daily Front Row vergeben.
In ihrer bewegenden Dankesrede betonte Schreiber, die Tochter der britisch-australischen Schauspielerin Naomi Watts und des US-Schauspielers Liev Schreiber, nicht nur die historische Bedeutung dieses Moments für trans Sichtbarkeit in der Modeindustrie, sondern fand auch emotionale Worte für ihr persönliches Umfeld. Begleitet wurde sie zu der Gala von ihren Eltern, die sich 2016 getrennt hatten. Kai bedankte sich ausdrücklich für die bedingungslose Liebe und den Rückhalt von ihrer Mutter und ihrem Vater. "Ich habe so viel Glück, von euch unterstützt zu werden", sagte die 17-Jährige über ihre Eltern,. Zudem sprach sie über ihre Begeisterung für die Branche, in der sie eine unterstützende "Fashion-Familie" gefunden habe. Unter den hochkarätigen Gästen befanden sich namhafte Ikonen der Mode- und Entertainment-Welt wie Iman, Law Roach, Zac Posen, Isaac Mizrahi oder Evan Rachel Wood.
Kai Schreiber, die bei der renommierten Agentur IMG Models unter Vertrag steht, hatte im vergangenen Jahr ihr Debüt auf der Pariser Fashion Week gefeiert und arbeitet seitdem regelmäßig für hochkarätige Modehäuser (queer.de berichtete).
Hass auf Social Media
In Boulevardmedien und auf Social Media erfährt sie hingegen viel Hass: So wird sie wegen ihrer prominenten Herkunft immer wieder als "Nepo Baby" gebrandmarkt, etwa auch in einem Artikel über ihren Preisgewinn im populären britischen Boulevardblatt "Daily Mail". Auf Social Media wird von transfeindlichen User*innen gemutmaßt, dass Hollywood mit ihr versuche, "Geschlechtsangleichungen bei Teenagern zu normalisieren und zu fördern", wie es in einem Eintrag auf Elon Musks Portal X heißt.
Liev Schreiber hatte letztes Jahr in einem Interview ausführlich über seine Tochter gesprochen (queer.de berichtete). Dabei erzählte er, dass Kai keinen klassischen Coming-out-Moment gehabt habe: "Kai war immer, wer Kai ist", erklärte der "Ray Donovan"-Star. "Aber ich denke, der bedeutsamste Moment war, als sie uns bat, ihre Pronomen zu ändern. Um ehrlich zu sein, fühlte sich das für mich nicht wie eine große Sache an, weil Kai schon so lange so feminin war." (cw)












