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RTL-Soap
Großer Fan-Zuspruch für queere Lovestory bei "Alles was zählt"
In der RTL-Daily "Alles was zählt" bahnt sich zwischen den Hauptfiguren Nick und Luca eine Romanze an.

Luca (Orlando Lenzen, li.) wechselt bedeutungsschwere Blicke mit Nick (Raphael Lippmann) aus (Bild: RTL / Julia Feldhagen)
- 14. September 2026, 16:35h 3 Min.
Es knistert im fiktiven Essener Steinkamp-Kosmos: Mit Nick Lippmann (gespielt von Raphael Kalkowski) und Luca Perez (Orlando Lenzen) rückt die in Köln gedrehte RTL-Vorabendserie "Alles was zählt" derzeit eine neue queere Liebesgeschichte ins Rampenlicht. In Folge 5033, die am Mittwoch bei RTL ausgestrahlt wird und die zahlende Kund*innen bereits jetzt bei RTL+ ansehen können, kommen sich die beiden erstmals körperlich näher.
Eine aktuelle Befragung des reichweitenstarken Instagram-Kanals "awz_seite" zeigt nun, wie groß das Interesse des Publikums an dem Paar ist – und wie wichtig sichtbare queere Handlungsbögen im deutschen Vorabendprogramm nach wie vor sind.
Im Mittelpunkt des aktuellen Plots steht ein klassischer Konflikt: Während Luca selbstbewusst zu seinen Gefühlen steht und offen mit der Annäherung umgeht, tut sich Nick sichtlich schwerer. Ihn plagt vor allem die Furcht davor, wie das Umfeld auf die Beziehung reagieren könnte – insbesondere die Frage, wie sein Vater Dragan die Annäherung der beiden aufnehmen wird, sorgt innerhalb der Seriendramaturgie für erhebliche Spannungen.
Dragan-Darsteller Florian Thunemann erläuterte gegenüber der "Südwest Presse", dass seine Figur keine Probleme mit der Homo- oder Bisexualität seines Sohnes habe. "Dragan ist alles andere als homophob", stellte der Schauspieler klar. "Ich glaube, dass Dragan ein bisschen Sorge hat, dass er in dieser Boxer-Bubble Stress kriegen wird."
Glaubhafte Chemie der Schauspieler
Trotz Nicks Zögern scheinen die Funken übergesprungen zu sein. Unter dem Beitrag der Fanseite äußerten sich zahlreiche Fans begeistert über die Dynamik der beiden Rollen. Gelobt wird vor allem die glaubhafte Chemie der Schauspieler: Viele Zuschauer*innen hoffen ausdrücklich darauf, dass den Figuren eine dauerhafte Partnerschaft zugestanden wird – auch vor dem Hintergrund, dass beide Figuren fest zum Hauptcast gehören und die Liebesgeschichte somit nicht nur als kurzlebige Randnotiz erzählt werden müsste. Vereinzelt gab es auch skeptische Stimmen, die den Plot für zu formelhaft hielten oder auf Nicks bisherige Zuneigung zu Frauen hinwiesen.
Neben den zahlreichen positiven Reaktionen und Herz-Emojis zeigte sich in der Kommentarspalte jedoch auch die Kehrseite von Sichtbarkeit im Netz: Wiederholt kam es zu abwertenden Äußerungen, die gezielt homosexuelle Beziehungen und die sexuelle Orientierung der Rollen diffamierten.
Die Betreiber*innen der Fanseite reagierten mit einer unmissverständlichen Netiquette-Erinnerung und kündigten die konsequente Löschung queerfeindlicher Inhalte an. Man trenne klar zwischen dramaturgischer Kritik und Diskriminierung: Während es jedem freistehe, die Storyline erzählerisch schwach zu finden, habe Herabwürdigung aufgrund der sexuellen Orientierung keinen Platz.
Laut der Fanseite waren von insgesamt 251 regulären Haupt- und Nebenfiguren in der 20-jährigen Geschichte der Soap insgesamt 13 Figuren nicht heterosexuell. Das entspricht einem Anteil von zirka fünf Prozent.
"Alles was zählt" läuft wochentäglich nach der Hauptnachrichtensendung um 19:05 Uhr bei RTL. (cw)
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