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Neue Details

CSD-Attentäter schickte offenbar Bekennervideo an IS-Kontakt

Nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" soll der Attentäter vom Berliner CSD sein Bekennervideo an eine mutmaßliche IS-Kontaktperson in Syrien geschickt haben. Veröffentlicht wurde es nie.


Der Tatort am Tag danach (Bild: Wildtierreservat / wikipedia)

Zu dem islamistischen Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin sind neue Details bekannt geworden: Der Attentäter Abdul B. soll noch vor seiner Tat ein Bekennervideo an eine mutmaßliche IS-Kontaktperson in Syrien verschickt haben. Das berichten WDR und die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Abdul B. war am Abend des 25. Juli mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge am Rand des CSD im Berliner Tiergarten gefahren. Eine Frau wurde getötet, rund 30 weitere Menschen verletzt, mehrere von ihnen schwer. Der Angreifer floh zunächst vom Tatort, ließ dabei aber sein Mobiltelefon im Wagen zurück. Darauf fanden Ermittler*innen ein offenbar selbst produziertes Video, in dem ein vermummter Abdul B. auf Arabisch den Treueeid auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) leistet.

War der IS-Kontakt nicht mehr am Leben?

Den Recherchen von WDR und SZ zufolge soll der Täter dieses CSD-Attentäter-Bekennervideo tatsächlich verschickt haben – anders als zunächst angenommen. Empfängerin soll eine in Großbritannien geborene und in Syrien lebende Islamistin gewesen sein, mit der Abdul B. bereits in den Tagen vor dem Anschlag in Kontakt gestanden habe. Nach bisherigem Ermittlungsstand sei sie jedoch nicht in die konkreten Anschlagspläne eingeweiht gewesen und habe den Attentäter auch nicht angeleitet. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht dazu äußern.

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Die Sicherheitsbehörden gehen laut dem Bericht davon aus, dass das Video über die Frau an einen Vertreter der IS-Propagandaabteilung weitergeleitet werden sollte. Dieser Mann soll inzwischen bei Kämpfen im Gazastreifen ums Leben gekommen sein – eine mögliche Erklärung dafür, warum das Bekennervideo, anders als bei früheren islamistischen Anschlägen üblich, nie öffentlich verbreitet wurde.

Abdul B. wurde einen Tag nach dem Anschlag auf den CSD bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau erschossen. Der Angriff auf die queere Demonstration war als islamistischer, queerfeindlicher Terroranschlag eingeordnet worden und hatte bundesweit Entsetzen sowie Mahnwachen der LGBTI-Community ausgelöst. (cw)

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