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- 20. November 2006 1 Min.
Hamburg (queer.de) - Das Fußballmagazin "Rund" berichtet in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe in seiner Titelgeschichte über schwule deutsche Profifußballer. Für den Bericht haben die Autoren zwei Jahre lang recherchiert. In Interviews mit zwei schwulen Aktiven - einem Spieler der ersten und einem der zweiten Bundesliga - wird auf das Dilemma des Coming-out eingegangen. Derzeit lebt kein Profifußballer in Europa offen schwul. "Das würde Risikien mit sich bringen, die unkalkulierbar sind", so "Rund"-Redakteur Rainer Schäfer im ARD-Morgenmagazin. Die Spieler fürchteten um ihre berufliche Existenz und führten daher "ein Leben in Angst". Der Deutsche Fußballbund kämpfe zwar aktiv gegen Rassismus, allerdings liege "in der Hierachie der Diskriminierungen Schwulenfeindlichkeit ganz hinten". Hier schalte der DFB "auf Durchzug". Andere Verbände wie die englische FA bekämpfen dagegen Homophobie im Stadion offensiv (queer.de berichtete). Bislang wurde nur ein Spieler in Europa als schwul geoutet: Die Karriere des Engländers Justin Fashanu war dem Bekanntwerden seiner Homosexualität 1990 praktisch beendet, er beging wenige Jahre später Selbstmord. (dk)
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