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Japan

Volleyball-Profi Rui Takahashi macht sein Schwulsein öffentlich

Nur sehr wenige Sportler*innen in Japan leben offen queer. Der Volleyballer Rui Takahashi hat sich nun in sozialen Meden als schwul geoutet – und will damit anderen Mut machen.


Rui Takahashi spielt seit 2022 für die Sunbirds in der SV.League, Japans höchster Profiliga (Bild: IMAGO / AFLOSPORT)

Als erster japanischer Volleyball-Profi hat sich Rui Takahashi als schwul geoutet. Der 26-Jährige vom Erstligisten Suntory Sunbirds Osaka veröffentlichte am Dienstag ein Statement in sozialen Medien, dazu ein Schwarz-Weiß-Foto von sich. Er wolle Menschen helfen, die mit ihrer sexuellen Orientierung ringen, hieß es.

Er habe sich seit seiner Jugend davor gefürchtet, "mich einer bestimmten Seite von mir selbst zu stellen", schrieb Takahashi. "Ich habe damit gerungen und am Ende geleugnet, wer ich bin." Und weiter: "Das ist die Tatsache, dass ich schwul bin und zu den sexuellen Minderheiten gehöre."

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Unterstützung vom prominenten jüngeren Bruder

Geholfen habe ihm sein jüngerer Bruder Ran, ein in Japan sehr populärer Nationalspieler. "Das Gespräch mit Ran wurde zum Auslöser, der es mir erstmals erlaubte, mich selbst zu akzeptieren", so Rui Takahashi. "Indem ich meine Gefühle in Worte fasste, konnte ich meine Gedanken ordnen, und nach und nach begann ich zu spüren, dass es in Ordnung ist, so zu sein, wie ich bin." Die Brüder standen bis zur vergangenen Saison im selben Team.

Takahashi hofft, mit seinem Schritt andere queere Sportler*innen zum Coming-out zu ermutigen. "Wenn meine Entscheidung, zu mir zu stehen und mit eigenen Worten zu sprechen, für sie auch nur ein kleiner Anstoß sein kann, würde mich das freuen", schrieb er. Takahashi spielt seit 2022 für die Sunbirds in der SV.League, Japans höchster Profiliga.

Nur wenige offen queere Profi-Sportler*innen in Japan

Offen queere Profis sind im japanischen Sport bislang eine Ausnahme. Die Fußballspielerin Shiho Shimoyamada machte 2019 als erste Sportlerin des Landes ihre Homosexualität öffentlich (queer.de berichtete). Kumi Yokoyama, Mitglied des Fußballnationalteams der Frauen, outete sich 2021 als trans Mann (queer.de berichtete).

Im Juni 2021 berief das Japanische Olympische Komitee die trans Ex-Fechterin Fumino Sugiyama nur wenige Wochen vor den Spielen von Tokio in seinen Vorstand. Die frühere Volleyballerin Nanae Takizawa hatte sich bereits 2017 in einem Fernsehinterview als lesbisch geoutet. (cw)

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