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Köln
Dada Stievermann ist tot
Dagmar "Dada" Stievermann, die jahrzehntelang in der Kölner Community aktiv war, ist gestorben. Stars wie Hella von Sinnen und Ralph Morgenstern trauern um ihre Weggefährtin.

Dada Stievermann (li.) spielte 1991 gemeinsam mit Hella von Sinnen and Ralph Morgenstern die Jacob Sisters (Bild: IMAGO / Horst Galuschka)
- 2. Oktober 2026, 13:40h 2 Min.
Die Kölner Schauspielerin und Kabarettistin Dagmar "Dada" Stievermann ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 71 Jahren nach einer über zweijährigen Krebserkrankung. Mit ihr verliert die queere Szene eine prägende Pionierin der alternativen Kleinkunst.
Stievermann gehörte 1979 gemeinsam mit Hella von Sinnen (67) und Dirk Bach (1961-2012) zu den Mitgründer*innen der Kölner Kabarettgruppe Die Stinkmäuse. Das Programm der Truppe zeichnete sich durch schrillen Nonsens, Drag-Elemente, Comic-Ästhetik und temporeichen Wortwitz aus – also genau jenen Humor, der später sowohl Bach als auch von Sinnen bundesweit berühmt machte.
Während Bach und von Sinnen später zu bundesweiten Galionsfiguren der queeren Community und des Fernsehens wurden, blieb Stievermann das verbindende Element in Kölns freier Szene: Sie spielte in Walter Bockmayers Kultstreifen "Im Himmel ist die Hölle los" (1984), war in Theater-Parodien wie "Sissi – Beuteljahre einer Kaiserin" in der legendären Kölner Filmdose zu sehen und gehörte zu den Gründungsgesichtern der queeren Röschensitzung, einer inzwischen festen Institution im Kölner Karneval. Auf Kölner CSDs wirkte sie regelmäßig als Moderatorin mit.
Reaktionen aus der Community
Weggefährt*innen und Kolleg*innen reagierten mit großer Anteilnahme auf die Nachricht ihres Todes. Hella von Sinnen veröffentlichte einen bewegenden Nachruf auf Social Media: "Eine Frau wie du stirbt nicht. Eine Frau wie du lacht woanders weiter."
Auch Schauspieler Ralph Morgenstern (69) trauerte auf Instagram: "Rest in Peace, liebe Dada", schrieb der 69-Jährige. "Über 12 Jahre haben wir zusammen, fast täglich, auf der Bühne oder vor den Kameras gestanden. [...] Du fehlst."
Eine traurige Note begleitete ihren Abschied: Nur zwei Tage nach Stievermanns Tod wurde am Donnerstag – dem 14. Todestag von Dirk Bach – der neue Dirk-Bach-Platz zwischen Kölner Schauspielhaus und Oper eingeweiht. Stievermann war ursprünglich dafür angekündigt gewesen, dort vor Ort aus Erinnerungstexten an ihren langjährigen Freund und Kollegen zu lesen. (cw)














