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Vandalismus

Berlin: Regenbogen­bank zum dritten Mal in einer Woche beschädigt

Am Berliner Gedenkort für den CSD-Anschlag kam es erneut zu Vandalismus: Unbekannte besprühten die Regenbogenbank mit schwarzer Farbe. Der Staatsschutz ermittelt.


Die Regenbogen­bank in Berlin erinnert an den Terroranschlag vom 25. Juli (Bild: IMAGO / Stefan Zeitz)

Die Berliner Polizei meldet erneut einen Anschlag auf die Regenbogenbank in Tiergarten, die erst Anfang August als Reaktion auf den islamistischen Terroranschlag auf den CSD Berlin errichtet wurde. Einsatzkräfte des örtlich zuständigen Polizeiabschnittes stellten am frühen Freitag fest, dass ein oder mehrere Unbekannte die Gedenkbank beschmiert hatten.

Die Polizeibeamt*innen bemerkten gegen 4:20 Uhr in Höhe Ahornsteig im Großen Tiergarten starken Farbgeruch und stellten fest, dass die Bank großflächig mit schwarzer Farbe besprüht worden war. Die Einsatzkräfte reinigten die Bank mit eigenen Mitteln.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts. Dies ist bei Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich.

Bank wurde bereits mehrfach beschädigt oder zerstört

Bereits am 1. September meldete die Polizei, dass die Regenbogenbank durch "massive Gewalteinwirkung" zerstört worden sei. Damals wurden sämtliche bunte Holzlatten herausgerissen und die Rückenlehne vom übrigen Gestell abgebrochen (queer.de berichtete). Zwei Wochen später wurde sie erneut aufgestellt.

Doch die Zerstörungsorgie ging weiter: Vor einer Woche stellte die Polizei fest, dass eine der Holzlatten der bunten Bank demontiert worden war, zwei weitere Holzlatten wiesen ebenfalls Beschädigungen auf (queer.de berichtete). Nach der schnellen Reparatur wurden nur vier Tage später in der Nacht erneut Latten von der Bank entfernt (queer.de berichtete). Mit der Tat vom Freitag war die Bank damit binnen einen Monats vier Mal Opfer eines Anschlags – drei Mal allein in den letzten sieben Tagen.

Die Regenbogenbank erinnert an den Terroranschlag am 25. Juli auf den CSD Berlin. Damals war der 21-jährige islamistische Attentäter Abdul Ballout mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen einen Ahornbaum geprallt. Ein dort neu gepflanzter Baum ist ebenfalls Teil der Gedenkstätte (queer.de berichtete). Auch der Baum wurde Anfang September mutwillig beschädigt (queer.de berichtete).(cw)

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