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  • 22. November 2006 10 1 Min.

Rom (queer.de) - Eine interne Studie der katholischen Kirche empfiehlt, das strikte Kondomverbot wegen der HIV-Epidemie zu lockern. Die Zeitung "La Repubblica" meldet, dass der Gesundheitsbeauftragte des Vatikan, Kardinal Javier Lozano Barragàn, dem Papst eine 200-seitige Studie vorgelegt habe. Darin bezeichnet er die Benutzung von Präservativen als "geringeres Übel". Kondome könnten "in Sonderfällen" geduldet werden, wenn Todesgefahr bestehe. Die Studie werde nun von der Glaubenskongregation geprüft. Wahrscheinlich wird Papst Benedikt XVI im Anschluss ein eigenes Dokument herausgeben, das offizielle Richtlinien zum Kondomgebrauch enthält. Barragàn stellte jedoch klar, dass die Kirche ihre Position nicht wesentlich verändern werde: "Ich glaube, dass keine Antwort der Kirche so aussehen darf, dass sie sexuelle Zügellosigkeit begünstigt", so der Kardinal. Im am Dienstag veröffentlichten Weltaidsbericht gibt es derzeit 39,5 Millionen HIV-positive Menschen weltweit - mehr als je zuvor. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 22.11.2006, 16:07h
  • ""Ich glaube, dass keine Antwort der Kirche so aussehen darf, dass sie sexuelle Zügellosigkeit begünstigt"

    Klar, alles was Menschen glücklich, zufrieden und frei macht ist der Kirche ein Dorn im Auge. Nur unglükliche depressive Menschen suchen ihr Heil anderswo als im eigenen Glück und lassen sich von der Kirche alles vorschreiben und geben der Kirche ihr Geld....
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#2 gruene.deAnonym
  • 22.11.2006, 17:39h
  • Einlenken des Vatikan bei Kondomen wäre ein Segen

    Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtpolitischer Sprecher, erklärt zur geplanten Lockerung des Kondomverbotes für die katholische Glaubenslehre:

    Es wäre ein Segen für die HIV-Prävention und den Kampf gegen AIDS, wenn der Vatikan bei seiner Haltung gegenüber Kondomen endlich einlenken würde. Damit ist die Sexuallehre des Heiligen Stuhls zwar immer noch nicht mit der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen vereinbar, aber ein wesentlicher Fortschritt wäre erreicht. Hoffentlich springt Rom nicht wieder zu kurz. Die neue Doktrin sollte lebens- und wirklichkeitstauglich sein.

    Die bisherige Haltung der Kirche ist ein Hindernis für die HIV-Prävention. Es ist unbarmherzig unter dem moralischen Postulat der Enthaltsamkeit eine wirksame HIV-Prävention durch Kondome zu verunmöglichen und der AIDS-Ausbreitung tatenlos zuzusehen.

    Mag die Kirche ihr Ideal der Enthaltsamkeit hochhalten, solange sie nicht verhindert, dass Menschen, die dieses Ideal nicht leben wollen oder können, die Informationen und Mittel für eine vernünftigen Schutz vor HIV erhalten.
    Paulus predigte die Enthaltsamkeit, hatte in seiner Sexualethik aber auch eine pragmatische Überlegung für die, die diesem Ideal nicht genügen. („Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser, zu heiraten als sich in Begierde zu verzehren.“ 1. Kor. 7: 8-9).
    Etwas von diesem paulenischen Pragmatismus wünschte man dem neuen Papst bei der Überprüfung der Haltungs Roms zum Kondom bei der AIDS-Prävention: Es ist besser sich vor einer Infektion zu schützen, als andere oder sich selbst einer HIV-Infektionsgefahr auszusetzen.
    Ziel muss sein, dass überall auf der Welt den Menschen Kondome und wasserlösliche Gleitmittel zur Verfügung stehen. Die AIDS-Epidemie droht in Afrika und Teilen Asiens die Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zu gefährden.
    ***

    --
    +++ Ein Informationsdienst von volkerbeck.de +++
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#3 Günter HarthausAnonym
  • 22.11.2006, 17:41h
  • Das es immer mehr an Aids erkranken
    und Sterben ist auch die Kath. Kirche
    mit schuldig durch das Verbot
    von Kondomen.
    Wird Zeit dass dieses Verbot
    abgeschafft wird.

    Günter Harthaus
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