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- 23. November 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Klaus Wowereit (SPD) ist heute bei der Wahl des Regierenden Bürgermeisters im Berliner Abgeordnetenhaus im ersten Wahlgang mit einer Stimme gescheitert, konnte sich aber bei einer Abstimmungswiederholung durchsetzen. Zunächst erhielt er 74 Stimmen, 73 Abgeordnete votierten gegen ihn, zwei enthielten sich. Bei dieser Wahl werden Enthaltungen wie "Nein"-Stimmen gewertet. Damit haben ihm zwei Abgeordnete seiner SPD oder seines Koalitionspartners Linkspartei die Gefolgschaft verweigert. Nach Beratungen erhielt er zwei Stunden später doch noch eine Mehrheit von 75 gegen 74 Stimmen - einer "seiner" Leute stimmte also diesmal gegen ihn. FDP-Fraktionschef Martin Lindner nannte Wowereit nach dem ersten Wahlgang vor Fernsehkameras "Klaus Simonis", berichtet "Spiegel Online". Heide Simonis war vergangenes Jahr nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen gescheitert, weil ein unbekannter Abgeordneter sich weigerte, für sie zu stimmen. Oppositionsführer Friedbert Pflüger (CDU) äußerte sich besorgt, dass die SPD-PDS-Koalition Berlin mit einer "Wackelmehrheit" regieren wolle, berichtet "Reuters". (dk)
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