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- 27. November 2006 1 Min.
Frankfurt (queer.de) - Ein schwuler Mann hat seinen ehemaligen Arbeitgeber, das Kolpingwerk, verklagt, weil der katholische Sozialverband ihn wegen seiner sexuellen Orientierung fristlos gefeuert hatte. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau". Einer Mitarbeiterin sei demnach erzählt worden, dass der Sozialpädagoge ein Profil in einer Datingseite habe. Daraufhin wurde ihm Anfang Oktober die fristlose Kündigung aus "bekannten Gründen" ausgehändigt. Wolfgang Aumüller, Diözesanvorsitzende des Kolpingwerkes, verteidigte bei einem erfolglosen Gütetermin vor Gericht die Entlassung: Schließlich stehe der Schutz der Jugendlichen im Wohnheim an erster Stelle. Außerdem würde das Kolpingwerk mit einem offen schwulen Mitarbeiter erpressbar werden. "Wir haben kein Problem mit seinen Neigungen, solange es privat ist", so Aumüller. Ansgar Dittmar, Anwalt des Betroffenen, sieht beim Kolpingwerk "Aversionen gegenüber Homosexualität" am Werke. "Das wird teuer", sagt Dittmar voraus. Der Richter hat am Freitag einen Kammertermin für Mitte April angesetzt. (dk)









