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- 28. November 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - In Deutschland gibt es dieses Jahr 2.700 HIV-Neuinfektionen, gab das Robert-Koch-Institut in seinem neuesten "Epidemiologischen Bulletin" bekannt. Demnach gibt es 2006 rund 600 Todesfälle. Insgesamt lebten 56.000 Menschen hierzulande mit dem Virus, europaweit sind es 2,4 Millionen. 70 Prozent der Neu-Infizierten steckten sich demnach durch Homo-Sex an, 20 Prozent durch Hetero-Sex. Das RKI erfasst in Studien seit einem Jahr Änderungen im Risikoverhalten. "Damit schaffen wir die wissenschaftlichen Grundlagen für die Weiterentwicklung wirksamer Präventionskonzepte, um die bisher im internationalen Vergleich niedrigen HIV-Infektionsraten weiter niedrig halten zu können", erklärte RKI-Präsident Reinhard Kurth. Das Institut warnt nach ersten Ergebnissen vor allem vor den Gefahren des Analverkehrs: So sei nach wie vor vielen schwulen Männern nicht bekannt, dass sich auch der penetrierende Partner der Gefahr einer HIV-Infektion aussetzt, weil die Darmschleimhaut das größte "HIV-Reservoir" im Körper sei. Einzig der Einsatz von Kondomen schützt vor den Gefahren der Ansteckung. (dk)
Links zum Thema:
» Epidemiologisches Bulletin (als PDF-Datei)














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