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- 28. November 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat das katholische Kolpingwerk wegen seiner "unbarmherzigen Haltung" gegenüber einem schwulen Mitarbeiter kritisiert. Der Sozialverband hatte einen Mitarbeiter fristolos entlassen, weil er ein Chatprofil in einem Internetportal für Schwule hatte (queer.de berichtete). "25 Jahre lang hat der Sozialpädagoge sein Leben der christlichen Jugendarbeit gewidmet und sich niemals eines Vergehens schuldig gemacht. Dann wird er von einem Tag auf den anderen entlassen, als bekannt wird, dass er homosexuell ist. Eine solche Maßnahme ist unmenschlich, unsozial und moralisch verwerflich", so LSVD-Sprecher Manfred Bruns. Es sei schlimm, wie die katholische Kirche Schwule dazu aufforderten, ihre sexuelle Orientierung zu verstecken. "Hier sind die Verantwortlichen des Kolpingwerkes aber noch einen Schritt weiter gegangen: Sie verlangen, dass die Angestellten auch im Privatleben ihre Identität unterdrücken. Das ist eine Verdammung der Homosexualität an sich", so Bruns.
LSVD fordert Mail-Aktion gegen Kolpingwerk
Der LSVD ruft daher "alle Betroffenen auf, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen und sich über diesen unchristlichen Umgang mit Homosexuellen beim Vorsitzenden des Kolpingwerks der Diözese Limburg, Herrn Wolfgang Aumüller, zu beschweren" (Web-Auftritt: www.kolpingwerk-limburg.de). (pm/dk)















Entscheidung kommt und nicht zu einem Vergleich. Das Gerichtsurteil wäre
wegweisend für alle anderen schwulen Kirchenmitarbeiter. Genau das wird aber
die Katholische Kirche bis April 2007 mit allen Mitteln zu verhindern
versuchen.