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  • 29. November 2006 18 2 Min.

Zum ersten Mal findet eine Online-Umfrage zur Gewalterfahrung von Schwulen statt.

Von Carsten Weidemann

Erstmalig werden in Deutschland mit einer breit angelegten anonymen Studie empirische Daten zu Gewalterfahrungen von schwulen und bisexuellen Jugendlichen und Männern erhoben. Ziel des rund 20-minütigen Online-Fragebogens ist, durch individuelle Einschätzungen der Teilnehmer ein detailliertes Bild der momentanen Situation von Schwulen und Bisexuellen zu erhalten.

Das Berliner Überfalltelefon MANEO organisiert die Umfrage. Hier haben in den letzten Jahren wieder vermehrt Schwule angerufen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Nach wie vor ist die Dunkelziffer bei derlei Delikten enorm hoch; viele werden nicht zur Anzeige gebracht. Aus langjähriger Erfahrung weiß MANEO: Was Gewalttaten sind, wird oftmals unterschiedlich interpretiert. Anspucken, Schubsen oder "Schwule Sau"-Rufe – Gewalt hat viele Gesichter, tatsächlich körperliche Gewalt stellt dabei oft nur die Spitze des Eisberges dar.

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Zur Teilnahme an der Umfrage aufgerufen sind jedoch nicht nur unmittelbar Betroffene oder Zeugen von Vorfällen. Bereits die Einschätzung des eigenen Risikos, heutzutage Opfer einer schwulenfeindlichen Gewalttat werden zu können, ist von Interesse. Außerdem dürfte interessant sein, warum nach wie vor viele Schwule eine Anzeige bei der Polizei scheuen.

Die in ihrer Größe einmalige Studie soll MANEO ermöglichen, erstmals verlässliche Aussagen über den Graubereich antischwuler Gewalt zu treffen. "Wir empfehlen uns als ein Projekt das bemüht ist, weitere wissenschaftliche Forschungen auf diesem Gebiet voranzubringen", so der Projektleiter Bastian Finke.

An der Ausarbeitung der Umfrage, die Ende 2008 wiederholt werden soll, waren renommierte Fachkollegen wie der Soziologe Michael Bochow beteiligt. Vom 1. Dezember 2006 bis 31. Januar 2007 wird ein Online-Fragebogen auf der Website www.maneo-toleranzkampagne.de ausfüllbar sein.

Ab 1. Dezember werden zudem etwa 120.000 Fragebögen als Beilagen über einschlägige Berliner Printmedien in den schwulen Szenen verteilt. Diese können handschriftlich ausgefüllt anonym bei MANEO abgegeben oder per Post abgeschickt werden. Der Fragebogen kann auch als PDF von der MANEO-Homepage downgeloaded werden.

29. November 2006

-w-

#1 hwAnonym
  • 01.12.2006, 12:16h
  • mein blaues auge und den verheilten nasenbeinbruch werde ich dem oben genannten institut nicht zur verfügung
    stellen. den können die ja in der "vermutlich weitaus größerern dunkelziffer" verbuchen.
    aus meinen beobachtungen werden erkenntnisse dieses institus regelmässig genutz, um im gutmenschengewand
    die ressentimentbereitschaft gegenüber
    sozialisationsunfällen mit erhöhter gewaltbereitschaft zu mißbrauchen.
    als positiv denkender mensch unterstütze ich ausschließlich lösungsorientierte ansätze, die die gesamtproblematik berücksichtigen und nicht die sublimen
    diskriminierungen von bevölkerungsgruppen mit durchgeknallten exemplaren ihrer ethnie transportieren.
    eduard zimmermann in gay ist nicht mein ding. wenn das mal anders ist stell ich meine knöchelchen vielleicht zur verfügung.
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#2 RetraxAnonym
  • 01.12.2006, 12:24h
  • Ich habe mal bei der Umfrage mitgemacht, da ich zwar noch
    nicht Opfer von Gewalt wurde, aber Beleidigungen in der
    Stadt und im Weblog kommen hin und wieder vor! :(
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#3 Axel BerlinAnonym
  • 02.12.2006, 16:53h
  • @hw
    Sozialisationsunfälle?
    Wer ist Unfallverursacher? Auch auf diese Unfälle muß deutlich hingewiesen werden wie auf Zwangsheirat, Unterdrückung der Frauen, Ehrenmorde u. ähnliche abendländische Kulturschocks, die angebliche Gutmenschen täglich erleben.
    Es sind überwiegend feige Hunde, die in Rudeln auftreten und auf einzelne Leute einschlagen, von denen keine Gegenwehr zu erwarten ist.
    Das Problem der verwilderten orientalischen Jungmännerhorden ist tiefgehend und resultiert überwiegend aus der Nichtakzeptanz der abendländischen Kultur mit der Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen und dem religiös unterschwelligen Vernichtungsdrang einer ungläubigen Gesellschaft.
    Mich interessiert, wer dir das Knöchelchen verbogen hat.
    Es in aller Stille zu heilen und drauf zu warten, bis sie Dir vielleicht das Genick brechen, ist Deine eigene Sache.
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