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- 30. November 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Der umstrittene Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (CDU) hat mit einer Rede für Empörung gesorgt. Wie der Nachrichtensender n-tv meldet, sagte der 47-Jährige bereits im Juni bei einer Parteiveranstaltung im sächsichen Bernsdorf, dass Patriotismus wichtig sei, damit "Deutschland nie wieder von Multi-Kulti-Schwuchteln in Berlin regiert wird." Er sprach in diesem Zusammenhang zudem vom "Schuldkult". Das Zitat war erst jetzt bekannt geworden, nachdem sich ein CDU-Mitglied darüber beschwert hatte. Michael Kretschmer, CDU-Generalsekretär in Sachsen, distanzierte sich im Namen seiner Partei von den Äußerungen Nitzsches. Als Konservativer fühle er sich dadurch "beleidigt", so Kretschmer. SPD, Grüne und Linkspartei äußerten sich empört: Die Linke verlangte, dass Nitzsche sein Bundestagsmandat niederlegen müsse und attestierte ihm "lupenreine NPD-Positionen". Grünenchefin Claudia Roth nannte die Äußerungen "plumpen, widerlichen Populismus". Die SPD warf ihrem Koalitionspartner in Sachsen und im Bund vor, mit der Patriotismusdebatte bewusst "am rechten Rand zu fischen." (dk)












