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  • 17. Februar 2004, noch kein Kommentar

Die sechste und letzte Staffel der Kultserie "Sex and the City" läuft nun auch in Deutschland an – und baut nach wie vor auf ihre schwule Fangemeinde. Marge Simpson erklärt sich das so: "Das ist eine Serie über vier Frauen, die sich wie Schwule benehmen", so Barts Mutter in einer neuen Folge der Cartoon-Serie "Die Simpsons".

Als "Sex and the City" seinen Erfolgszug 1998 im amerikanischen Pay-TV-Sender HBO begann, kam das einer Revolution gleich. Noch keine US-Serie hat sich so offen mit dem Thema Beziehungen und Sex beschäftigt wie die Geschichten um die New Yorkerinnen Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha – und dabei ganz auf Gewalt verzichtet. Im Free-TV wäre so etwas nicht möglich gewesen, wie die Aufregung um die entblößte Brust von Janet Jackson gezeigt hat. Bei CBS und Co. sind sogar Alltagswörter wie "Shit" tabu, ganz zu schweigen von offenen Diskussionen über Dildos, das "Zureiten" von Partnern oder den schlechten Geschmack von Sperma.

Diese Themen klingen nach einem normalen Gespräch unter Schwulen in der Szenebar? Kein Wunder, denn die Sendung wurde vom offen schwulen Darren Star (Bild rechts) entwickelt. Im Leben des "Sex and the City"-Frauenquartetts dreht sich alles um Sex, Shopping, Tratsch und lässige Sprüche. Besonders Samantha dient als Vorbild, da sie Sex völlig von den Gefühlen abkoppeln kann: "Männer sind zum Vögeln da", so ihr Credo.

In den USA könnte "Sex and the City" in Kürze wieder für Diskussionen sorgen. Einige Sender wollen die Serie als Wiederholungen im Free-TV zeigen – wenn auch die derbsten Sprüche herausgeschnitten und Kraftausdrücke wegsynchronisiert werden sollen. Doch selbst das ruft die Moralisten auf den Plan. So will die Lobbygruppe Parents Television Council notfalls gerichtlich gegen eine Ausstrahlung vorgehen. Das PTC ist in den USA inzwischen berühmt-berüchtigt, da es zwischen 20 und 21 Uhr eine so genannte "Family Hour" im Fernsehen durchsetzen will, bei dem jede Erwähnung von Schwulen, Sex und "sonstigen Perversionen" verboten sein soll. Der Lieblingsfeind der Gruppe war bisher die "obszöne" Sitcom "Friends". (dk)

Pro Sieben zeigt zunächst die ersten acht Folgen der sechsten Staffel immer dienstags um 21:15 Uhr

17. Februar 2004, 14:11 Uhr