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  • 06. Dezember 2006 14 1 Min.

Berlin (queer.de) - Die vor wenigen Tagen in den Parteirat gewählte Julia Seeliger spricht sich für die Abschaffung der Ehe aus, berichtet die "Bild"-Zeitung. Das Blatt zitiert dabei ein von ihr mitgetragenes Papier der "Grünen Jugend" vom Februar, in dem es heißt: "Viel mehr als die bürgerliche Ehe wünschen sich viele Menschen Beziehungen auf Zeit, Beziehungen mit mehr als einer Person, Freundschaften mit Sex. Wer derart leben möchte, soll in unserer Gesellschaft nicht mehr in seiner Entfaltung behindert werden." Seeliger selbst habe die "Abschaffung des Schutzes der Ehe im Grundgesetz" gefordert. Außerdem trete sie für eine "absolute Gleichstellung aller Lebensgemeinschaftsformen" ein: "Ob sie nun hetero- oder homosexuell sind oder ob sie zwei oder mehr Menschen umfassen, darf nicht von Bedeutung sein", so die 27-Jährige. Sie ist das jüngste Mitglied im 16-köpfigen Parteirat, der die Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen und den Landesverbänden koordiniert. "Die zierliche Studentin (1,60 Meter) will die Monogamie (Ehe mit nur einem Partner) in Deutschland abschaffen!", schrieb "Bild" über die Jungpolitikerin. (dk)

-w-

#1 ManuAnonym
  • 06.12.2006, 13:30h
  • wenn man mal realistisch ist, ist das doch recht realistisch
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#2 bäume-freundAnonym
  • 06.12.2006, 13:56h
  • ihr denkansatz bewegt sich sehr nahe an der realität. es ist aber kaum realistisch, dass ein solcher vorschlag parteiübergreifend ernst genommen wird.
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#3 gerdAnonym
  • 06.12.2006, 14:14h
  • Ich lehne die Forderung von Frau Seeliger Mehrbeziehungsverhältnisse zur gleichen Zeit staatlicherseits zu fördern, ab.

    Da fällt mir sehr schnell das patriarchalisch geprägte islamische Paschaverhältnis von rechtskonservativen Männern ein, die mehrere Frauen in ihrem Harem sich halten. Sowas soll dann auch noch finanziell gleich von Staat behandelt werden ? Das geht für mich überhaupt nicht. Nicht nur aus christlicher Perspektive sondern vor allem weil ich immer noch die monogame Beziehung zweier Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Identität, als vorrangig in unserer Gesellschaft betrachte.

    Der Staat sollte weiterhin die monogame Beziehung zweier Erwachsener finanziell fördern und nicht das Haremsverhältnis von patriarchalen Männern, die sich mehrere Frauen halten.

    Hinzukommt dass wir noch nichteinmal die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften zur Ehe in unserem Lande erreicht haben. Dies sollten die Grünen erstmal durchsetzen, dann wäre schon viel gewonnen (siehe Erbschaftssteuer, Einkommenssteuer. Beamtenrecht). Hier können sie auch auf Verbündete bei anderen Parteien wie der SPD oder FDP treffen, um dieses Ziel durchzubringen.

    Aber die staatliche Förderung und Gleichstellung von Mehrpersonenbeziehung zur monogamen Erwachsenenbeziehung halte ich für vollkommen daneben und ist ein falsches politisches Signal.
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