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- 06. Dezember 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Die vor wenigen Tagen in den Parteirat gewählte Julia Seeliger spricht sich für die Abschaffung der Ehe aus, berichtet die "Bild"-Zeitung. Das Blatt zitiert dabei ein von ihr mitgetragenes Papier der "Grünen Jugend" vom Februar, in dem es heißt: "Viel mehr als die bürgerliche Ehe wünschen sich viele Menschen Beziehungen auf Zeit, Beziehungen mit mehr als einer Person, Freundschaften mit Sex. Wer derart leben möchte, soll in unserer Gesellschaft nicht mehr in seiner Entfaltung behindert werden." Seeliger selbst habe die "Abschaffung des Schutzes der Ehe im Grundgesetz" gefordert. Außerdem trete sie für eine "absolute Gleichstellung aller Lebensgemeinschaftsformen" ein: "Ob sie nun hetero- oder homosexuell sind oder ob sie zwei oder mehr Menschen umfassen, darf nicht von Bedeutung sein", so die 27-Jährige. Sie ist das jüngste Mitglied im 16-köpfigen Parteirat, der die Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen und den Landesverbänden koordiniert. "Die zierliche Studentin (1,60 Meter) will die Monogamie (Ehe mit nur einem Partner) in Deutschland abschaffen!", schrieb "Bild" über die Jungpolitikerin. (dk)
Mehr zum Thema:
» siehe auch: Homo-Orden für Julia Seeliger (queer.de vom 6.12.06)














