https://queer.de/?6079
- 06. Dezember 2006 1 Min.
Ramallah (queer.de) - Muslimische und christliche palästinensische Führer haben Israel vorgeworfen, durch eine "Verlotterung der Sitten" Aids in die Autonomiegebiete einzuführen, berichtet "Ynet News". Dadurch wolle der jüdische Staat Palästina schaden, so der höchste islamische Würdeträger der Palästinenser, Scheich Tajsir Tamimi, und der griechisch-orthodoxe Bischof Atalla Hanna bei einer Aids-Konferenz in Ramallah. Als angebliche Mittel der Israelis zur Schwächung Palästinas nannten die Geistlichen unter anderem den Drogenhandel und die Förderung der Prostitution. Bischof Hanna führte ferner den CSD in Jerusalem (queer.de berichtete) als Teil der israelischen Verschwörung an: "Vor ein paar Wochen wollten die Israelis eine Parade sexueller Abweichler organisieren. Sie wollten für ihr Recht demonstrieren, sexuell und moralisch das zu tun, was sie wollen und unsere Werte und die Heiligkeit Jerusalems zu verletzen. Ausgerechnet in Jerusalem wollten diese Leute ihre Parade abhalten", so Hanna. Er zitierte einen palästinensischen Zeitungsartikel, wonach eine israelische HIV-positive Frau den Auftrag erhalten habe, junge Palästinenser zu infizieren. Gegen HIV gebe es nur ein Mittel: Den Glaube an Gott. Die zwei religiösen Vertreter sagten gleichzeitig, man dürfe an Aids erkrankte Menschen nicht diskriminieren. Schließlich sei nicht sicher, dass sich alle durch "unmoralische Akte" angesteckt hätten. In Palästina sind bislang 80 HIV-Positive registriert. (dk)














