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Limburg (queer.de) - Nach Protesten gegen den Rausschmiss eines schwulen Mitarbeiters hat das Kolpingwerk in einer Pressemitteilung überrascht auf die Reaktionen reagiert. Die katholische Einrichtung hatte den 53-jährigen Mitarbeiter nach 25 Berufsjahren fristlos gefeuert, weil er ein schwules Chatprofil angelegt hatte (queer.de berichtete). Daraufhin hat der LSVD zu Protesten aufgerufen (queer.de berichtete). Das Kolpingwerk wehrt nun gegen den Vorwurf, der Mitarbeiter wäre auf Grund der Homosexualität entlassen worden: "Den zuständigen Vorstandsmitgliedern des Kolpingwerkes Diözesanverband Limburg war die Neigung des Mitarbeiters zumindest seit einem Jahr bekannt und wurde auch akzeptiert", heißt es in der Mitteilung. "Grund für die nun vorliegende Kündigung des Mitarbeiters war vielmehr ein Verhalten, das auch bei jedem(r) heterosexuellen Mitarbeiter/Mitarbeiterin des Betriebes zu einer fristlosen Kündigung geführt hätte". Ansgar Dittmar, der Anwalt des gekündigten Mitarbeiters, hält dagegen: "Wir gehen davon aus, dass das Kolpingwerk sich verrannt hat und nunmehr versucht, sich durch unbegründete Vorwürfe reinzuwaschen. Im Gerichtstermin am 24. November wurde durch den Vorsitzenden des Kolpingwerks klar dargelegt, dass unser Mandant aufgrund des Chatprofils seine Homosexualität, die seit Frühjahr des Jahres bekannt wurde (und schon damals bei dem Geschäftsführer zu Aufruhr sorgte), öffentlich gemacht habe." Das Kolpingwerk sei der Meinung, dass der Mitarbeiter deswegen durch die Jugendlichen, die er betreut, erpressbar werde, weil dies unter anderem zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung führen könne. Dies würde den Ruf des Kolpinghauses schädigen. "Die Nachfrage, ob es konkrete Vorwürfe gäbe, wurde mit 'Gott sei dank bislang nicht' beantwortet. Darüber hinaus wurde erklärt, dass andere Mitarbeiter unter diesen Umständen nicht mehr mit meinem Mandanten zusammenarbeiten wollten. Es handelt sich also um eine Art Präventiv- respektive Druckkündigung, die durch nichts zu begründen ist." (pm/dk)

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#1 Tux2006Anonym
  • 07.12.2006, 17:39h
  • Hm, das soll vorkommen, das sie Überrascht sind. Vielleicht dachten die Herren, das sie so weitermachen könnten wie sie es immer getan haben, nur weit gefehlt:)

    Wünsche dem Kläger Erfolg und damit einen Präzedenzfall, damit solche Leute auch mal merken, das nicht sie das Gesetz sind.
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#2 SvenAnonym
  • 07.12.2006, 19:21h
  • Ja toll!
    Begründung für den Rauswurf eines Schwulen: Möglicher sexueller Missbrauch.
    Klar, Schwule sind gleich pädophil!
    Nur weil Priester, Bischhöfe, Kardinäle und Päbste Kindesmissbrauch betreiben, gilt das nicht automatisch für alle Männer!
    Würden die ihre zölibatäre Selbstgeißelung aufgeben und zu seinem gesunden Sexualleben finden, würde es auch weniger Verbrechen in den Kirchen geben und vielleicht sogar mal Menschlichkeit oder so gar Nächstenliebe.
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#3 PeterAnonym
  • 08.12.2006, 07:18h
  • Diese verlogene Christenbande. Mitarbeiter weigern sich zur Zusammenarbeit, der Ruf des Kolpingwerkes.....der ist jetzt ja wohl erst recht stark beschädigt. Und natürlich: Schwule sind immer eine Gefahr für männliche Jugendliche, Heten natürlich nicht für weibliche Jugendliche. Wir sind alle promisk, die Heten gehen lieber in den Puff und anschließend in die Kirche. Kotz

    Kann mir einer sagen ob die langsam alle durchknallen?!

    Peter
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