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- 07. Dezember 2006 2 Min.
Limburg (queer.de) - Nach Protesten gegen den Rausschmiss eines schwulen Mitarbeiters hat das Kolpingwerk in einer Pressemitteilung überrascht auf die Reaktionen reagiert. Die katholische Einrichtung hatte den 53-jährigen Mitarbeiter nach 25 Berufsjahren fristlos gefeuert, weil er ein schwules Chatprofil angelegt hatte (queer.de berichtete). Daraufhin hat der LSVD zu Protesten aufgerufen (queer.de berichtete). Das Kolpingwerk wehrt nun gegen den Vorwurf, der Mitarbeiter wäre auf Grund der Homosexualität entlassen worden: "Den zuständigen Vorstandsmitgliedern des Kolpingwerkes Diözesanverband Limburg war die Neigung des Mitarbeiters zumindest seit einem Jahr bekannt und wurde auch akzeptiert", heißt es in der Mitteilung. "Grund für die nun vorliegende Kündigung des Mitarbeiters war vielmehr ein Verhalten, das auch bei jedem(r) heterosexuellen Mitarbeiter/Mitarbeiterin des Betriebes zu einer fristlosen Kündigung geführt hätte". Ansgar Dittmar, der Anwalt des gekündigten Mitarbeiters, hält dagegen: "Wir gehen davon aus, dass das Kolpingwerk sich verrannt hat und nunmehr versucht, sich durch unbegründete Vorwürfe reinzuwaschen. Im Gerichtstermin am 24. November wurde durch den Vorsitzenden des Kolpingwerks klar dargelegt, dass unser Mandant aufgrund des Chatprofils seine Homosexualität, die seit Frühjahr des Jahres bekannt wurde (und schon damals bei dem Geschäftsführer zu Aufruhr sorgte), öffentlich gemacht habe." Das Kolpingwerk sei der Meinung, dass der Mitarbeiter deswegen durch die Jugendlichen, die er betreut, erpressbar werde, weil dies unter anderem zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung führen könne. Dies würde den Ruf des Kolpinghauses schädigen. "Die Nachfrage, ob es konkrete Vorwürfe gäbe, wurde mit 'Gott sei dank bislang nicht' beantwortet. Darüber hinaus wurde erklärt, dass andere Mitarbeiter unter diesen Umständen nicht mehr mit meinem Mandanten zusammenarbeiten wollten. Es handelt sich also um eine Art Präventiv- respektive Druckkündigung, die durch nichts zu begründen ist." (pm/dk)















Wünsche dem Kläger Erfolg und damit einen Präzedenzfall, damit solche Leute auch mal merken, das nicht sie das Gesetz sind.