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- 08. Dezember 2006 2 Min.
London (queer.de) - Einer globalen Umfrage des BBC World Service zufolge sind fast die Hälfte der 15- bis 17-Jährigen der Ansicht, Schwule und Lesben sollten nicht die gleichen Rechte haben wie Heterosexuelle. Dazu wurden Jugendliche in acht Städten weltweit befragt (New York, Nairobi, Lagos, Rio de Janeiro, Neu-Delhi, Jakarta, Moskau, London). Am homofreundlichsten sind demnach die brasilianischen und amerikanischen Jugendlichen. 74 Prozent der Befragten in Rio sagen, sie seien für die volle Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben (New York: 67 Prozent), 25 Prozent sind dagegen (in New York nur 15 Prozent). Die meisten Vorbehalte gegen Homos existieren dagegen im indonesischen Jakarta (69 Prozent gegen gleiche Rechte), im kenianischen Nairobi (81 Prozent) und im nigerianischen Lagos (86 Prozent). Überraschenderweise zeigen sich die Jugendlichen aus Neu-Delhi und Moskau homofreundlicher als die jungen Londoner. Von den Briten ist eine knappe Mehrheit gegen die Gleichstellung Schwuler und Lesben (39 gegen 36 Prozent). Ben Summerskill von der Homo-Gruppe Stonewall zeigt sich angesichts dieser Zahlen nicht überrascht: "Es gibt immer noch viele Vorurteile gegen Schwule und Lesben in der Welt und leider sogar hier in Großbritannien", so Summerskill zu "Pinknews.co.uk". "Das zeigt, wie wichtig neue Gesetze sind, die sicherstellen, dass Schwule und Lesben in der Schule fair behandelt werden." Andere Ergebnisse der Studie: Terrorismus wird von den 15- bis 17-Jährigen als weltweit wichtigstes Problem angesehen. 86 Prozent glauben ferner an Gott oder ein höheres Wesen und rund die Hälfte spricht sich für die Todesstrafe aus. Insgesamt befragte die BBC über 3.000 Jugendliche. (dk)
Links zum Thema:
» Die Umfrage im Detail als PDF-Datei (Homo-Frage auf Seite 15)














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