https://queer.de/?6118
- 13. Dezember 2006 1 Min.
London (queer.de) - Vincent Nichols, Erzbischof von Birmingham, hat in der Befragung eines Parlamentsausschusses in London klargestellt, dass die katholische Kirche Mobbingschutz für homosexuelle Schüler ablehnt. Die Labour-Regierung berät derzeit darüber, wie schwule und lesbische Schüler besser geschützt werden können. Sie reagiert damit auf einen Bericht des Gleichberechtigungskommission, der von regelmäßigen Schikanierungen spricht (queer.de berichtete). Bischof Nichols wehrt sich aber gegen einen besonderen Schutz für Homo-Schüler: "Wenn man bestimmte Gruppen auswählt, gibt es bald eine sehr lange Liste von Spezialbehandlungen. Die kann man alle gar nicht umsetzen", so Nichols. Er sagte den Parlamentariern ferner, das Klassenzimmer dürfte keine "moralisch neutrale Zone" bei Themen wie Homosexualität sein. "Die moralischen Regeln für sexuelles Verhalten sind klar - Geschlechtsverkehr gehört in die Ehe", erklärte Nichols. Er fuhr aber fort, dass sich ein enthaltsam lebender Schwuler keiner Sünde schuldig mache. In England gibt es derzeit eine Debatte, ob im Pflichtfach "Bürgerkunde" das Thema "britische Werte" aufgenommen werden soll - dazu soll auch die Toleranz gegenüber Homosexuellen gehören. Nichols hatte bereits vor zwei Wochen damit gedroht, bei Einführung eines Diskriminierungsschutzes für Schwule und Lesben kirchliche Einrichtungen wie Obdachlosenheime zu schließen (queer.de berichtete). (dk)















Die katholische Kirche war noch nie christlich und wird es wohl auch nie sein!