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- 20. Dezember 2006 1 Min.
Santa Barbara (queer.de) - Drei Viertel der US-Soldaten, die vor kurzem aus dem Irak zurückgekehrt sind, sprechen sich dafür aus, dass Schwule und Lesben im Militär dienen dürfen. Das ist das Ergebnis einer von Zogby International durchgeführten Umfrage unter 545 Männern und Frauen (der Fehlerbereich liegt damit bei 4,3 Prozent). Fast ein Viertel der Soldaten kennt einen Homosexuellen in der eigenen Einheit – 59 Prozent davon haben von der Person selbst erfahren. Selbst von denen, die niemanden kennen, sagen über die Hälfte, ihnen wäre es egal, ob Schwule und Lesben dienen dürfen. Derzeit gilt die so genannte "Don't ask, don't tell"-Regelung, die besagt, dass Homosexuelle nur Armeemitglieder sein dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. "Diese Umfrage ist ein weiterer Sargnagel eines absurden Gesetzes", sagt C. Dixon Osburn vom Servicemembers Legal Defense Network, einer Vereinigung schwul-lesbischer Soldaten. "Diejenigen, die den Status quo beibehalten wollen, argumentieren, dass offen Homosexuelle die militärische Bereitschaft beschädigen. Die Untersuchung zeigt, wie absurd das ist. Mehr als 65.000 Schwule und Lesben kämpfen schon in den Streitkräften, viele von ihnen offen. Ihren heterosexuellen Kollegen ist das egal. Gegenwärtig suchen wir händeringend nach militärischem Personal. Es ist an der Zeit für den Kongress, das archaische Gesetz endlich abzuschaffen." (dk)
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