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Kommentare zu:
Entschädigung für Franco-Opfer


#16 tux2006Anonym
#15 Axel BerlinAnonym
  • 02.01.2007, 23:58h
  • @hw
    Der Aufsatz Einsteins stammt aus dem Jahr 1949. Einstein selbst sagte, dass er nicht als Wirtschaftsexperte sich äußere, sondern als Einzelner, der das Recht besitzt, die Gesellschaft zu gestalten.
    Somit hat Einstein seine Äußerungen überwiegend vom ethischen Standpunkt aus definiert, was vollkommen richtig ist und bedauerlicherweise heute solche ethischen Standpunkte ungern oder gar nicht mehr erwähnt werden.
    Die Aussage Einsteins: Die Produktion ist für den Profit da, nicht für den Bedarf, ist sozialistisches Denkmodell und stimmt heute nicht mehr mit der Realität überein.
    Wenn kein Bedarf mehr vorhanden ist, braucht auch nicht mehr produziert werden. Jeder Unternehmer wird sich hüten, Waren zu produzieren, die er nicht verkaufen kann.
    Die Bedarfswünsche der Bevölkerung haben sich im Gegensatz zu Einsteins Zeiten vollkommen geändert. Ein wesentlicher Bereich des Bedarfskonsums wurde neu erschlossen, bspw. die Freizeitgestaltung in den unterschiedlichsten Sparten, Mobilität der Bevölkerung, Haushaltsmaschinen usw.
    Die Steigerung des Bedarfs der Konsumenten führte auch zur Steigerung der Industriegüterproduktion. Dadurch konnte die in den 70er Jahren einsetzende Rationalisierung durch Automaten, für Arbeitnehmer nicht spürbar, überwunden werden.
    Die Konsumenten, auch in der Bundesrepublik, sind bestrebt, überwiegend die biligsten Produkte zu konsumieren. Das sind dann solche aus Asien. Also Produkte aus wirklich kapitalistischen Wirtschaftssystemen oder neuerdings "scheinsozialisten Ländern = China).
    Es gibt keine oder ganz, ganz wenige deutschen Fernsehhersteller, Handyproduzenten, Optikhersteller usw.
    Und jeder weiß, dass die deutschen Produkte in Vergleich zu fernöstlichen Produkten wesentlich teurer und u. U. technisch nicht so vielfältig sind.
    Jeder soll sich mal in seinem Haushalt umsehen und staunen.
    Man kann nicht sozialistisch produzieren und kapitalistisch einkaufen.
    Die Großindustrie der Bundesrepublik erstellt über 50% der gesamten volkswirtschaftlichen Leistung mit nahezu 5-10 % der gesamten Arbeitnehmerkapazität.
    Man kann theoretisch durchaus die Automatenproduktion der Großindustrie abschaffen und durch menschliche Arbeitskräfte ersetzen.
    Dies wäre eine sehr noble Tat, doch wird sie in der Praxis nicht funktionieren, weil diese Produkte überteuert wären.
    Die Preisbildung geschieht überwiegend nicht mehr national sondern international.
    Zur Schaffung von Arbeitsplätzen appeliere ich also an die sozialistischen Funktionäre dieses Forums, beispielsweise bei der Entscheidung Ihres Autokaufes, den an anderer Stelle abwertend diskutierten hiesigen Audi RS 4, zu konsumieren.
    Vielleicht mal im Werk nachfragen, ob es den auch teilweise handmontiert gibt.
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#14 tux2006Anonym
  • 02.01.2007, 23:45h
  • @axelberlin: Ein politikwissenschaftler sagte vor einigen wochen, frühs im Deutschlandfunk, das die derzeitige Politisch-Gesellschaftliche Situation in der BRd nicht viel anders als zwischen 1987 & 1989 in der DDR ist.

    Ständiges Verlautenlassen von Durchhalteparolen, Verheizen der letzten Reserven, Milliarden verpulvern für sinn-und hirnlose Prestigeobjekte.

    Nur fürchte ich, wird es diesmal nicht zu einer friedlichen "Revolution" kommen sondern eher zu einem Bürgerkrieg. Denn der Kadavergehorsam, der schon sehr Aktuell ist und die immer wieder kerenden Forderungen von Schäuble, doch endlich die Bundeswehr im inneren einzusetzen, dienen nicht der angeblichen terrorismusbekämpfung.....
    dies hat andere gründe..

    Trotzdem ist dies, was ich geschrieben habe, nicht das was du behauptest. Denn laut dem Einigungsvertrag, der am 3.10.90 gültigkeit erlangte, ist die BRD der Rechtsnachfolger der DDR.
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#13 Axel BerlinAnonym
  • 02.01.2007, 17:52h
  • @hw
    Meine Heimat ist dort, wo meine Weggefährten, Gesinnungsgenossen, Vertraute und Freunde sind.
    Du bist ja ein ja ganz konservativer.
    Bleibt im Land und ernährt sich redlich.
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#12 hwAnonym
  • 02.01.2007, 15:12h
  • @ Axel Berlin

    natürlich konnten in jedem land europas
    kommunisten im staatsdienst beschäftigt werden. z.teil als minister.
    zu weihnachten traf ich micht mit einem
    teil der offenen frage und ihren kindern
    und enkelkindern.
    kommunistenverfolgung auch fand auch hier ganz konkret statt. wieso soll man seine heimat verlassen ? Einstein ? der hätte hier nicht lehrer werden können. mal wieder.

    www.sozialistische-klassiker.org/Einstein/Einstein02.html

    ich denke da ganz arg arg anders, ähnlich wie die die in ihrer heimat schon immer waren und bleiben werden.
    bleibe im lande und wehre dich täglich !
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#11 Axel BerlinAnonym
  • 02.01.2007, 13:22h
  • @hw
    auch ich stimme teilweise deinen Fakten im Kommentar 9 zu.
    Zur Zeit des kalten Krieges wurde der Kommunismus anders wahrgenommen wie heute; als eine Gefahr.
    Dies hat sich geändert, denn die militärische Bedrohung durch den Warschauer Pakt gibt es nicht mehr. Man sortiert Kommunisten heute vielfach unter die politischen Romantiker.
    Eine Entschädigung der Bundesrepublik für angebliche Kommunistenverfolgung im Westen (DKP-Verbot, Berufsverbote) ist jedoch nicht gerechtfertigt und man kann solche Sanktionen keinesfalls mit Verfolgungen in Diktaturen vergleichen.
    Bekennende Kommunisten konnten im Westen wohl nicht im Staatsdienst beschäftigt werden. Das ist mir einleuchtend, wie man eben als Schwuler nicht bei der kath. Kirche beschäftigt sein kann.
    Für mich bleibt die Frage offen, warum sind diese BRD-Kommunisten nicht in die DDR gegangen, wo sie entsprechend ihren Idealen hätten leben und arbeiten können.
    Nach dem Gesetz der Bundesrepublik hätten sie nicht mal die Staatsbürgerschaft verloren. Sie hätten jederzeit und sooft sie gewollt hätten, ihre Angehörigen besuchen können und selbst im Westen Vermögen besitzen können.
    In diesem Sinne gab es in der BRD keine Kommunistenverfolgung.
    Jedoch gab es in der DDR sicher viele Menschen, die gerne in der Demokratie gelebt hätten. Der Weg von Ost nach West war verschlossen.
    Ich denke, wer von dem Recht der freien Meinungsäußerung, die es in diesem Land stets gab, profitierte, konnte auch nicht den Umsturz dieser Gesellschaftsordnung fordern.
    Wo gibt´s denn so was, dass sich Vegetarier über zähes Fleisch beschweren?
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#10 Axel BerlinAnonym
  • 01.01.2007, 22:33h
  • tux, man nennt dieses Verhalten, was Du da schilderst, "sich aus der Verantwortung stehlen".
    Auch ein Staat kann nur Gutmachung leisten, solange er existiert. Es ist wie beim Menschen. Wenn dieser zu Lebzeiten Gutes getan hat, behält man ihn besonders in Erinnerung.
    Laß Dir mal von hw die 8 Stufen der Wohltätigkeit erklären.
    Ich glaube, die 6. Stufe hätte für die DDR genügt und wir könnten ihr heute einen dicken Bonuspunkt verpassen.
    Iss aber nicht so und hat ganz und gar nix mit dem Rechtsnachfolger zu tun.
    Es war nicht alles Unsinn was im Osten Deutschlands gemacht wurde und war nicht alles sinnvoll was im Westen gemacht wurde, aber gegenseitige Kritik müssen wir anerkennen, wenn sie gerechtfertigt ist. So lernt man auch leichter auszusprechen, was einem beim Nachbarn gefallen hat.
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#9 hwAnonym
#8 tux2006Anonym
  • 01.01.2007, 18:31h
  • @axel: hm, schön, und? Gibt es die DDR noch oder ist Ihr RECHTSNACHFOLGER nicht die BRD??
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#7 Axel BerlinAnonym
  • 01.01.2007, 15:41h
  • @Tux2006
    Der Ehrlichkeit halber sollte man auch sagen, dass die DDR in ihrer 40jährigen Bestandszeit bedauerlicherweise auch keine Entschädigungen an Verfolgte Homosexuelle durch NS-Schergen gezahlt hat, mit Ausnahme an diejenigen Homosexuellen, die auch wegen kommunistischer Aktivitäten gelitten haben.
    Es steht außer Zweifel, dass eine solche Entschädigung auch nichtkommunistischen Homosexuellen zusteht.
    Es ist tragisch, dass mittlerweile der grösste Teil dieser Verfolgten bereits verstorben ist und ich hoffe, wenn es nun auf Erden nicht gesühnt wurde, dass es vielleicht doch im Jenseits eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.
    Ausgesessen wird in jedem politischen System; das Aussitzen der Entschädigung verfolgter Homosexueller, denke ich, geschieht/geschah mehr aus Scham vor eigener latenter Homosexualität, was nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Es ist also kein typisch bundesrepublikanisches oder staatliches Schandverhalten, werden doch in jüngster Zeit viele Entschädigungen gezahlt für Opfer der SED-Diktatur in Gefängnissen, Enteignungen oder gesundheitlicher Doping-Schäden der DDR-Spitzensportler.
    Ebenso hat die Bundesrepublik 1990 Entschädigungen an verfolgte Juden für Rechnung der DDR geleistet, die eine Verantwortung für dieses Leid stets abgelehnt hat.
    Die Respektlosigkeit vor dem Leid der Verfolgten ist geschmackloser, wie der Ablaß durch Geldmittel.
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#6 madridEUAnonym
  • 30.12.2006, 11:17h
  • Ja @Sven, so hört man es leider auch immer noch überall, wo man sich darüber empört, dass die Opfer des Faschismus mit Schwulen gemeinsam leiden mussten, wo es diese "Abartigen" es doch eigentlich verdient hatten. Und wie @rudolf hier bereits treffend anführt, so hat sich der offizielle spanische Klerus seinerzeit schnell mit dieser Version arrangiert. Schade nur, dass erst von der jetzigen Regierung an die damaligen Verbrechen
    gegen die Menschlichkeit erinnert werden muss, die bislang nie aufgearbeitet wurden. Schlimmer noch, dass es einige ältere Homosexuelle in diesem Land gibt, deren Erinnerungsvermögen nicht ausreicht, um keine konservative Partei mehr zu wählen.
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#5 tux2006Anonym
  • 29.12.2006, 19:55h
  • Tja, in der BRD wurde noch nicht ein Opfer für das Unrecht zw. 33 & 45 entschädigt. Man sitzt es lieber aus....

    Abgesehen von dem Unrecht nach 1945 bis 1994!
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#4 SvenAnonym
  • 29.12.2006, 18:52h
  • Hoffen wir mal, dass das durchkommt.
    In Deutschland ist die Schwulenverfolgung nach 45 ja immer noch völlig in Ordnung!
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#3 rudolfAnonym
  • 29.12.2006, 18:51h
  • Dieses Kapitel der spanischen Geschichte führt jedem vor Augen, wie die praktisch-politische Umsetzung der katholischen Auffassung zur Homosexualität aussieht: sie führt im Ernstfall zur physischen Vernichtung der Homosexuellen.
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#2 ChristianAnonym
#1 madridEUAnonym
  • 29.12.2006, 17:29h
  • Und trotzdem treffen wir immer wieder
    auf nostalgische Masochisten sogar unter Schwulen, die sich an nichts mehr erinnern, auch wenn wir ihnen mit Fakten nachhelfen. Einer meiner besten Freunde wurde 1971 auf einer Polizeiwache in Madrid so schwer misshandelt, dass er angewidert nach GB auswanderte. Trotz ständiger Razzien und Bespitzelung hatte man diese Diktatur nur deshalb schadlos überstanden, weil man ein unerträgliches Doppelleben geführt hat. Es gibt überhaupt keine Entschädigung für die Opfer, die hinreichend angemessen wäre !
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