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- 08. Januar 2007 1 Min.
Wien (queer.de) – Die neu gebildete Große Koalition wird in Österreich keine Eingetragenen Partnerschaften einführen. Wie der Österreichische Rundfunk berichtet, scheiterte die Homo-Ehe am Widerstand der konservativen ÖVP, die fortan als Juniorpartner der sozialdemokratischen SPÖ in Wien mitregieren wird. Die Sozialdemokraten, die erstmals seit 2000 wieder den Bundeskanzler stellen werden, hatten vor den Nationalratswahlen im vergangenen Jahr eine weitgehende Gleichstellung von Schwulen und Lesben gefordert (queer.de berichtete). Statt Eingetragenen Partnerschaften sollen nun Ungleichbehandlungen in einzelnen Gesetzen gestrichen werden, gaben die Verhandlungsführer heute bekannt. Die Grünen kritisierten, dass die Sozialdemokraten damit auf die ÖVP-Linie eingeschwenkt seien. Der designierte Kanzler Alfred Gusenbauer und die SPÖ hätten "österreichische Lesben und Schwule verraten und verkauft", so die grüne Gleichstellungssprecherin Ulrike Lunacek. Bei den Nationalratswahlen am 1. Oktober 2006 lag die SPÖ mit 35,3 Prozent völlig überraschend knapp vor der ÖVP, die zuvor in einer Koalition mit dem nationalkonservativen BZÖ regiert hatte. (dk)













