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  • 09. Januar 2007 29 2 Min.

Kathmandu (queer.de) - Nach dem Ende des Regimes von König Gyanendra setzen sich nun Nepals maoistische Rebellen für die Unterdrückung von Homosexualität ein. Die kommunistische Führung, die nach langjährigem bewaffnetem Kampf im vergangenen Jahr Teil einer Mehrparteienregierung geworden ist, wolle gegen "sozialen Schmutz" kämpfen, zitiert der "Indo-Asian News Service" hochrangige Vertreter. So forderten Aktivisten Hausvermieter ultimativ auf, Wohnungen nicht an Schwule oder Lesben zu vermieten. "Wir wollen niemanden hinausschmeißen", so der ehemalige kommunistische Kommandant des Kathmandu-Tales, der unter seinem Kampfnamen Sagar bekannt ist. "Wir wenden uns aber gegen anormale Aktivitäten, die die Gesellschaft verunreinigen."
Maoistenführer: Homosexualität ist "Nebenprodukt des Kapitalismus"
Die einzige Homo-Gruppe des Landes, die Blue Diamond Society, hatte sich zuvor mit dem obersten Kommunistenführer Dev Gurung getroffen. Der bezeichnete im Gespräch Homosexualität als "Nebenprodukt des Kapitalismus". "Unter sowjetischer Führung – und auch als China noch kommunistisch war – gab es dort keine Homosexuellen", so Gurung. "Im Kapitalismus blüht auch die Homosexualität auf, wie man in diesen Ländern sieht. Es ist ein also ein Nebenprodukt des Kapitalismus. Im Sozialismus existiert das Problem dagegen nicht." Ein Sprecher der Blue Diamond Society nannte die Entwicklung "entmutigend". Aktivisten der Homo-Gruppe hatten im vergangenen Jahr an der Seite der Maoisten gegen den diktatorisch regierenden König Gyanendra protestiert, der daraufhin der Machtteilung zustimmte. Er hatte Schwule, Lesben und Transsexuelle jahrelang brutal verfolgen lassen. (dk)

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-w-

#1 Axel BerlinAnonym
  • 09.01.2007, 12:30h
  • Sozialismus und Kirche haben doch eine wesentliche Gemeinsamkeit. Sie verfehlen die humanitären Zielsetzungen ihrer Gründer durch totalitäres Machtstreben kleingeistiger politischer und religiöser Funktionäre im Rahmen abscheulicher Personenkulte mit Lebenden und Toten.
    Im Grunde verfechten sowohl der Sozialismus als auch die relligiöse Organisationen die Grundidee des totalitären Kapitalismus - Ausbeutung der Gemeinschaft zum Wohle, nur eben zum Wohle der Funktionäre.
    Neuestes Beispiel dazu bietet der sozialistische Kapitalismus in China.
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#2 BlackhawkAnonym
  • 09.01.2007, 13:39h
  • Da werden die Träger von Mao und Che Guevara T-Shirts aber enttäuscht sein:)
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#3 hwAnonym
  • 09.01.2007, 13:51h
  • @ Axel Berlin

    ..ja so mag ich das. der steuerfahndende
    ethik-sadhu aus berlin (?).
    als buddhist macht es mich sehr betroffen, das dieser mann weder herkunft und folge des bisher 500-jährigen kapitalismus noch die folgen der widersprüche verstanden hat.
    da hat deine selektive wahrnehmung schon mehr gehalt, führt sie doch zu lohnenden überlegungen zum thema machtmissbrauch. machtkartelle, trusts, weltbank, mafia, funktionärscliquen, u.ä..
    wenn wir weltweit die toten der letzten 12 monate nehmen, unter berücksichtigung des zahlenmaterials von uno, amnesty international, human rights watch, u.a. ngos
    haben wir ein recht treffendes bild zu den orten von abscheulichkeiten und den cliquen, die ganze volkswirtschaften zermalmen können, wenn es ihren börsenspekulationen gefällt.
    dev gurung spekuliert mit dumpfem populismus. ich wünsche den schwulen in
    nepal als realistischen schritt freiräume
    wie sie in china in den letzten jahrzehnten entstanden sind.
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