https://queer.de/?6227
- 09. Januar 2007 2 Min.
Kathmandu (queer.de) - Nach dem Ende des Regimes von König Gyanendra setzen sich nun Nepals maoistische Rebellen für die Unterdrückung von Homosexualität ein. Die kommunistische Führung, die nach langjährigem bewaffnetem Kampf im vergangenen Jahr Teil einer Mehrparteienregierung geworden ist, wolle gegen "sozialen Schmutz" kämpfen, zitiert der "Indo-Asian News Service" hochrangige Vertreter. So forderten Aktivisten Hausvermieter ultimativ auf, Wohnungen nicht an Schwule oder Lesben zu vermieten. "Wir wollen niemanden hinausschmeißen", so der ehemalige kommunistische Kommandant des Kathmandu-Tales, der unter seinem Kampfnamen Sagar bekannt ist. "Wir wenden uns aber gegen anormale Aktivitäten, die die Gesellschaft verunreinigen."
Maoistenführer: Homosexualität ist "Nebenprodukt des Kapitalismus"
Die einzige Homo-Gruppe des Landes, die Blue Diamond Society, hatte sich zuvor mit dem obersten Kommunistenführer Dev Gurung getroffen. Der bezeichnete im Gespräch Homosexualität als "Nebenprodukt des Kapitalismus". "Unter sowjetischer Führung – und auch als China noch kommunistisch war – gab es dort keine Homosexuellen", so Gurung. "Im Kapitalismus blüht auch die Homosexualität auf, wie man in diesen Ländern sieht. Es ist ein also ein Nebenprodukt des Kapitalismus. Im Sozialismus existiert das Problem dagegen nicht." Ein Sprecher der Blue Diamond Society nannte die Entwicklung "entmutigend". Aktivisten der Homo-Gruppe hatten im vergangenen Jahr an der Seite der Maoisten gegen den diktatorisch regierenden König Gyanendra protestiert, der daraufhin der Machtteilung zustimmte. Er hatte Schwule, Lesben und Transsexuelle jahrelang brutal verfolgen lassen. (dk)












Im Grunde verfechten sowohl der Sozialismus als auch die relligiöse Organisationen die Grundidee des totalitären Kapitalismus - Ausbeutung der Gemeinschaft zum Wohle, nur eben zum Wohle der Funktionäre.
Neuestes Beispiel dazu bietet der sozialistische Kapitalismus in China.