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  • 19. Januar 2007 7 2 Min.

Der Schauspieler Isaiah Washington scheint noch immer besessen zu sein von einem homophoben Ausfall, den er im letzten Jahr hatte. Jetzt hat er sich in aller Form öffentlich dafür entschuldigt.

Von Carsten Weidemann

Am Set von der Ärzteserie "Grey’s Anatomy" kam es im letzten Herbst zu einer unschönen Szene. Washington äußerte sich abfällig über den schwulen Schauspielerkollegen T.R. Knight, nannte ihn "Schwuchtel" und geriet deshalb mit Patrick Dempsey aneinander, der Knight in Schutz nahm. Die kurze Rangelei wurde bekannt und sorgte bereits für erste Proteste.

Als die TV-Serie jetzt Mitte Januar einen Golden Globe Mitte verliehen bekam, scherzte Washington vor der Presse über diesen Vorfall und rief: "Ich liebe es, schwul zu sein. Ich wäre gern schwul. Lasst mich bitte schwul sein." Auch die Beleidigung gegen T.R. Knight soll er laut Augenzeugen wiederholt haben. Er und seine mit anwesende Frau fanden es lustig. Die Fans der Serie und die amerikanische Homoorganisation gegen Diskriminierung (GLAAD) waren nicht amüsiert. GLAAD-Präsident Neil Guiliano forderte seine Entlassung beim Fernsehsender ABC und rief dazu auf, eine Petition dafür zu unterschreiben. "Wenn Washington diese antischwulen Beleidigungen benutzt – egal ob an einem Set oder vor der Presse – dann sorgt das nicht nur für eine feindliche Stimmung für die Schauspielerkollegen und die Crew von 'Grey’s Anatomy'. Es fördert generell ein Klima von Hass und Intoleranz," so Guiliano.

Isaiah Washington scheint erkannt zu haben, dass er erneut ins Fettnäpfchen getreten ist. Über den Fernsehsender ABC ließ er am Donnerstag ein Statement veröffentlichen, indem er sich offiziell zerknirscht gibt: "Ich entschuldige mich bei T.R., meinen Kollegen, den Fans der Show und vor allem bei der schwul-lesbischen Community dafür, dass ich ein Wort genutzt habe, das auf jeden Fall inakzeptabel ist. Dass ich dieses Wort letzte Montag wiederholt habe, hat beschädigt, was eigentlich eine perfekte Nacht für alle von Grey’s Anatomy hätte werden sollen. Ich kann mein Verhalten weder verteidigen noch erklären. Aber es scheint so zu sein, dass ich etwas in meiner Seele trage, mit dem ich mich auseinandersetzen muss." Für diese Beschäftigung mit seiner Haltung habe er bereits um Hilfe gefragt.

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#1 JakeAnonym
#2 MariusAnonym
  • 19.01.2007, 18:13h
  • Letztes Jahr wurde das noch als Ausrutscher tituliert, aber dass er das dieses Jahr wiederholt hat, zeigt, dass sich an seiner faschistischen Gesinnung nichts geändert hat. Zweimal derselbe Ausrutscher kann nicht sein...
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#3 BertramAnonym
  • 19.01.2007, 21:20h
  • Die Entschuldigung ist doch nur ein Lippenbekenntnis. Die hat ihm wohl sein Sender aufoktruiert, weil der wiederum um seine Einschaltquoten für diese Produktion fürchtet. Was nützt eine Entschuldigung, die nur dazu dient, hochgeschwappte Wellen wieder zu glätten? Und vor allem: Was nützt es, wenn ich ständig "Tschulligung!", "Tschulligung!", "Tschulligung!" rufe, um dann jeweils im gleichen Atemzug hinterher meine Meinung zu wiederholen? Eine Entschuldigung nützt denen, die sie entgegen- und annehmen sollen nur, wenn sie auch eine Änderung in der Gesinnung desjenigen, der sie ausspricht, bewirkt. Sich nur medienwirksam für einen verbalen Patzer zerknirscht zu zeigen, ist den Teleprompter nicht wert, von dem der Text abgelesen wird!
    eMail: bertram.appel@gayandfriends.org
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