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  • 25. Januar 2007 14 1 Min.

Potsdam (queer.de) - Heute beginnt im Amtsgericht Potsdam ein Prozess gegen den in Berlin-Friedrichshain ansässigen schwulen Juden Dennis Milholland. Der 57-jährige HIV-Positive wurde im Mai 2005 vom zur Tatzeit 24-jährigen Potsdamer Oliver K. angegriffen, setzte sich aber mit Bissen zur Wehr. Der Rechtsextremist hatte den sehbehinderten Milholland und dessen Freunde an einem S-Bahnhof zuvor unprovoziert unter anderem als "Nigger" bezeichnet und mit den Worten "Ich fick euch durch, bis Hirn spritzt" beleidigt, bevor er brutal zuschlug. Er wurde dafür im Juli 2006 wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro verurteilt. Jetzt hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft auch gegen den Milholland Anklage erhoben - wegen "schwerer Körperverletzung". Das Überfall-Opfer habe "eine andere Person mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt", so die Anklageschrift. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft. Milholland kritisierte den Prozess in der "taz" als "Kabarettveranstaltung" und sagte, dass eine Übertragung des HI-Virus mit einem Biss ohnehin extrem unwahrscheinlich sei. Er zeigte sich auch enttäuscht über die angebliche Ignoranz der schwulen Community: Einzig der Verein Gay and Friends Berlin e.V. habe sich des Falles angenommen, so Milholland. (pm/dk)

#1 SvenAnonym
  • 25.01.2007, 15:15h
  • Wenn ich in der Situation hät ich genauso gehandelt. Nazis haben nix besseres verdient
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#2 hwAnonym
#3 joshAnonym
  • 25.01.2007, 16:50h
  • mann ich hoffe diesen artikel lesen all die die hier immer mit rosaroter brille darüber reden das bei uns schon alles ok ist.
    ob blind oder nicht, schwul oder nicht, jude ooder nicht, jedem kann das passieren, und selbst wenn er diesem blöden nazi die eier abgebissen hätte, wenn man angegriffen wird. darf man sich verteidigen. so aber ist es eine verhöhnung des opfers wahrlich als wenns aus dem kabarertt kommt, und dann soll er auch noch ne schwerere strafe kriegen. die staatsanwaltschaft potsdam schein genauso braune brillen zu tragen, wie hier manche rosarote.
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