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Auch in England wurde nun ein Kannibalenfall bekannt. Peter Bryan (34) aus London wurde angeklagt, den 43-jährigen Brian Cherry am Abend des 17. Februar in dessen Wohnung umgebracht zu haben, um ihn anschließend zu verspeisen. Brisant: Nur Stunden zuvor wurde Bryan aus der Nervenklinik entlassen.

Am Tatabend wurde die Polizei von Nachbarn über Schreie in der Erdgeschoss-Wohnung Cherrys informiert. Als die Beamten am Tatort eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Die gesamte Wohnung war blutverschmiert. Vom Körper des Opfers waren beide Arme und ein Bein abgetrennt worden, die Kopfdecke war geöffnet. In der Küche fritierte der Täter das Gehirn des Getöteten in einer Pfanne.

Nachbarn berichteten, dass das Opfer ein eher unauffälliger Mann gewesen sei: "Er erzählte mir, seine Mutter sei vor zwei Wochen gestorben und weil sein Vater schon länger tot ist, hat er nun niemanden mehr." Der Täter hatte bereits vor elf Jahren die Tochter seines Chefs im Zorn umgebracht. Er war daraufhin in die Psychatrie überwiesen worden. In Großbritannien ist nun eine Debatte über die Behandlung von psychisch kranken Täter ausgebrochen. Das staatliche Gesundheitssystem ist chronisch unterfinanziert und war deshalb wiederholt in der Kritik.

Bisher ist unbekannt, warum Bryan sein Opfer getötet hat und anschließend verspeisen wollte. In Deutschland hatte zuletzt ein Fall des "Kannibalen von Rotenburg" für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Armin Meiwes hatte sein Opfer mit dessen Einverständnis getötet und anschließend größtenteils gegessen. Der 42-jährige Computertechniker wurde wegen Totschlags vom Landgericht Kassel zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

20. Februar 2004, 12:22 Uhr