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- 26. Januar 2007 2 Min.
Eigentlich wollte sich der ehemalige "Dead Or Alive"-Sänger nur seine Lippenimplantate entfernen lassen. Es folgte jahrelange Pein. Die will Pete Burns nun versilbert haben. Und verklagt seinen Schönheitschirurgen auf umgerechnet 1,5 Millionen Euro.
Von Carsten Weidemann
Noch bevor Boy George auf die Idee kam, pflegte Pete Burns sein androgynes Äußeres, als er 1980 mit seiner Band "Dead Or Alive" seine ersten Hits hatte (You spin me right round). Auch wenn er zunächst betonte, er sei kein Transvestit, vervollständigte er nach und nach sein Drag-Outfit und sein weibliches Aussehen. Dazu gehörten auch Schönheitsoperationen mit Implantaten in den Lippen. Die wollte Burns im Jahre 2000 wieder loswerden, und begab sich bei Dr Maurizio Viel beim London Centre für kosmetische Chirurgie unter das Messer.
Laut Burns war das Ergebnis ein Disaster. Mehr als hundert Operationen in Folge waren nötig, um eine hängende Lippe wieder zu richten. Bislang vergeblich. Schwellungen und Schmerzen musste der Sänger erdulden, bis heute kann er nur mit einem Strohhalm trinken und nicht richtig essen, so klagt er. Ein Zustand, der eventuell dauerhaft so bleiben wird. Ihm hätten bereits andere Ärzte gesagt, diese Lippen ließen sich nur noch amputieren, aber nicht mehr in einen normalen Zustand bringen.
Der Pfusch habe seine Karriere als Musiker zerstört, und dafür soll sein Operateur zahlen, fordert Pete Burns. "Ich war zeitweise selbstmordgefährdet und depressiv, und habe möglicherweise den Rest meines Lebens Probleme." Die Klage über 1,5 Mio Euro werde gerade vorbereitet. Der Anwalt des Arztes gab bislang keine Stellungnahme ab.
Pete Burns hatte zuletzt im Jahr 2004 in England einen kleinen Hiterfolg mit der von den Pet Shop Boys produzierten Single "Jack and Jill Party". 2006 hatte er einen Drag-Auftritt in der britischen Big Brother Show.
26.01.2007













