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Einzelkommentar zu:
Volker Beck besuchte den Iran


#8 antosAnonym
  • 29.01.2007, 21:26h
  • @ Sebi

    "Wie gerne würde ich mich über die schrittweise Öffnung des Irans freuen[...]"

    Verstehe ich bestens, teile aber deinen Pessimismus.

    Wahrscheinlich hat Akbar Ganji Recht [Regimekenner und bekannter Saulus/Paulus, denn bevor er sein aufklärerisches Wirken rund um die 'Kettenmorde' begann und schließlich nach der Berliner Iran-Konferenz verhaftet wurde hatte der übrigens schon mal seine großen Auftritte: als Khomeinis persönlicher Leibwächter & einer seiner Männer fürs Grobe...]:

    www.roozonline.com/english/archives/2007/01/001904.php

    [Btw: Immer wenn meine liebe und iranrevolutionserfahrene Freundin den Namen Ganji hört, zitiert sie eines dieser wohlklingenden blumigen persischen Sprichwörter, nach dem man Kotze nicht noch mal fressen sollte.]

    Andererseits mehren sich tatsächlich gerade die Zeichen, dass in der IRI in den letzten Wochen - und das wohl auch durch Druck von außen - einiges ins Rutschen geraten ist.

    Die Kritik an Ahmadi'Nejad im Land, speziell von anderen Politikern des Majlis (iranisches Parlament) nimmt zu; auch sein Feind Rafsandjani bringt sich wieder in Stellung. Der alte Schauspieler soll in einer seiner letzten Freitagspredigten (die nichts anderes als politische Veranstaltungen und Richtungsvorgaben sind) ob der bösen USA und der prekären iranischen Wirtschaftslage sogar geweint haben...

    Auch dass Mollah Khatami, Ahmadi'Nejads Vorgänger aus dem Umfeld der sog. Reformer nach Davos geschickt wurde, darf vielleicht als Zeichen eines Beruhigungskurses gewertet werden. Nachdem der kleine (1.52 m) nicht ganz so diplomatische Elefant Ahmadi'Nejad einen Haufen Porzellan zerschlagen hat, soll nun anscheinend Khatami das Betonsystem wieder mit dem Zuckerguß seines Lächelns verzieren.

    Ein lesenswerter Artikel zum iranischen Machtgerangel, speziell zu Rafsandjanis Avancen hier:

    www.guardian.co.uk/iran/story/0,,1997721,00.html

    Dass das System (wenn man so sagen darf) Angst vor Gerüchten und Stabilität zu demonstrieren hat, kann man am Eiertanz um Khamene'is Gesundheitszustand ablesen. Vor ca. vier Wochen hatte Michael Ledeen (amerikanischer Neocon und vermuteter PR-Stratege der 'regime change'-Politik) in seinem Blog das Gerücht lanciert, laut seiner iranischen Informanten sei Khamene'i schwer krank bzw. im Grunde genommen sogar schon tot - das werde aber geheim gehalten. Khamene'i ist danach zwar noch zweimal öffentlich aufgetreten, allerdings so angeschlagen, dass die Gerüchte nicht verstummen wollten. Hieß es in den offiziellen Nachrichtenquellen zuerst: Blödsinn, alles Lüge, dem Rahbar gehts super, ließ die Fars News Agency einige Tage darauf verlauten; jenun, dem Führer gehts prima, er hat allerdings eine schwere Grippe... Schauen wir mal, wie das weiter geht...
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