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- 30. Januar 2007 1 Min.
Berlin (queer.de) - Die Katholikin Dr. Martina Köppen wird nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur Leiterin der neuen Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Juristin war bisher Europabeauftragte im Büro des Bevollmächtigten der Deutschen Bischofskonferenz.
"Wir hoffen, dass sich Frau Köppen für die ihr obliegenden Aufgaben von der Ausrichtung ihrer vorherigen Tätigkeiten frei machen kann", kommentierte Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), die Ernennung: "Die Deutschen Bischöfe tragen in besonderem Maße zur Diskriminierung von Lesben und Schwulen bei. Sie machen Front gegen jede rechtliche Anerkennung und schüren Vorurteile. Angestellte der römisch-katholischen Kirche werden fristlos entlassen, wenn sie eine Lebenspartnerschaft eingehen." Bruns forderte Köppen dazu auf, "sich dafür einsetzen, dass Lesben und Schwule nicht weiter von deutschen Bischöfen diskriminiert werden".
Mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vor vier Monaten die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingerichtet. (cw)
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