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  • 30. Januar 2007 13 2 Min.

Berlin (queer.de) - Jugendliche machen immer mehr gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Dieses ist eines der Ergebnisse der Jugendsexualitäts-Befragung 2006, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Anfang des Jahres veröffentlicht worden ist.

Nach der repräsentativen Wiederholungsbefragung von 14- bis 17-Jährigen und ihren Eltern haben 13% der Mädchen und 6% der Jungen nach eigenen Angaben schon einmal engen körperlichen Kontakt mit einem gleichgeschlechtlichen Partner gehabt. Während 1994 nur 6% der Mädchen homosexuelle Kontakte angaben, so hat sich diese Zahl in 2006 mehr als verdoppelt. Bei den Jungen ist die Anzahl der Homo-Kontakte hingegen in etwa konstant.

Wenn es nach der subjektiven Einschätzung der Jugendlichen selbst geht, so fühlen sich allerdings nur 77% der Mädchen und 72% der Jungen ausreichend über Sexualität aufgeklärt. Das ist die niedrigste Selbsteinschätzung zum Aufklärungsstand, seit diese Befragung durchgeführt wird. 24% der Mädchen und etwas weniger als ein Fünftel der Jungen sieht insbesondere Informationsbedarf beim Thema Homosexualität.

"Vor diesem Hintergrund wird eine professionelle Aufklärungsarbeit zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen immer wichtiger", kommentierte Dominic Frohn vom schwul-lesbischen Aufklärungsprojekt SchLAu NRW die Studie. "Damit sind die Jugendlichen in einer Zwickmühle: In ihrer Lebensrealität sind sie mit Kontakten zum gleichen Geschlecht konfrontiert, während die Aufklärung auf dem niedrigsten Stand seit Jahren ist." Die ehrenamtlichen Aufklärer von SchLAU NRW arbeiten seit Jahren kompetent in der Aufklärungsarbeit zu schwul-lesbischen Lebensweisen. (cw)

-w-

#1 JoernAnonym
  • 30.01.2007, 08:49h
  • Wunderbar! Der Nachwuchs ist also gesichert!
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#2 JürgenAnonym
  • 30.01.2007, 09:39h
  • Ich finde das garnicht wunderbar - der Prozentsatz der Jugendlichen mit gleichgeschlechtlichen Kontakten ist viel zu niedrig. Früher - in der bösen alten Zeit - also in den 50 er und 60 er Jahren, wo noch alles verboten war, wurde aber auch nie darüber gesprochen, aber es wurde auch selten jemand verdächtigt. Und Spielereien unter Jugendlichen wurden als Phase abgetan, die von selbst vergeht. Nichtsdestotrotz haben sich damals aber etliche Jugendliche an solchen Spielen beteiligt. Es war ja nichts dabei. Keiner ausser den Beteiligten kriegte was davon mit und die runde war absolut dicht und verschworen. Natürlich war das danaks eine schreckliche, muffige Zeit, aber sie war jedenfalls lustbetonter. Die Jugendlichen heute machen diese sogenannte "homosexuelle Phase" kaum noch mit, weil sie bereits als 10 Jährige auf keinen Fall als schwul gelten wollen. Die notwendigen Körperkontakte holen sie sich eher bei Kloppereien. Da kann man sich dannnauch engumschlungen auf dem Boden wälzen, ohne als schwul aufzufallen. Der ernster gemeinte Sex, den die frühreifen Mädchen bereits mit Heranwachsenden haben wollen, ist den meisten Jungen ein Graus auch wenn sie ihre Alte als total geil beschreiben. Jungen bräuchten viel mehr spielerischen Sex, bei dem sie was ausprobieren können und eigentlich wollen sie es auch, aber die gegenseitige Kontrolle in den Cliquen verhindert das. Ausserdem ist das Selbstverständnis, eher schwul zu sein, doch in dem Alter 14-18 noch nicht gewachsen, sodass fast nur noch Jungen, die auch später schwul werden, Homosex haben. Dies ist aber eine emotionale Verarmung und stellt eine starke Einschränkung auf dem Weg zur entwicklung einer stabilen Persönlichkeit dar. Ein später verheirateter Mann, der keine schönen Erinnerungen an die Jugendzeit hat, wo er auch mit seinen damaligen Freunden innige Kontakte hat, wird dies vermissen, ob bewusst oder unterbewusst.
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#3 LeRakiAnonym
  • 30.01.2007, 12:46h
  • Eine interessante Sichtweise, obwohl ich denke, dass dieser "zu niedrige Prozentsatz" eher die Regel ist: man müsste ihn mit heterosexuellen Kontakten der 14-17 jährigen vergleichen und könnte sich erst dann ein Urteil darüber erlauben. Nichtsdestotrotz wundert es mich gar nicht, dass besonders mehr Aufklärung über Homosex verlangt wird - die selben Jugendlichen, die sie jedoch fordern, sind wahrscheinlich die ersten, die in der Öffentlichkeit ( also in der smoothen Clique - jo) über Homos ablästern! Wie schon kommentiert worden ist: Bloß nicht mit schwulsein in Verbindung gebracht werden!, ein absolutes No-Go! Aufklärung sollte vor allem vermehrt in den Schulen betrieben werden - zunächst auf freiwilliger Basis, um eventuellen Elternratbeschwerden vorzubeugen - jedoch lediglich darüber aufzuklären, wie Mann mit Mann und Frau mit Frau "es" machen, reicht da keines Falls aus: Homosexuelle Aufklärung sollte vor allem mit schwuler und lesbischer Geschichte verbunden werden, mit aktueller Sozialpolitik und des Weiteren
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