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- 01. Februar 2007 1 Min.
Rom (queer.de) - Die italienische Abgeordnetenkammer hat gestern Abend mit 301 gegen 266 Stimmen der Einführung der Homo-Ehe zugestimmt. Das Gesetz muss jetzt noch ausgearbeitet werden. In der Regierungskoalition enthielten sich aber zehn Abgeordnete der kleinen Partei Unione Democratici per l'Europa (UDEUR) der Stimme. Deren Vorsitzender, Justizminister Clemente Mastella, hatte zuvor bereits angekündigt, dass er die sogenannten Pacs nicht akzeptieren werde (queer.de berichtete). Probleme mit Abweichlern könnte es noch im Senat geben: In der zweiten Parlamentskammer, in der die Regierungskoalition über 158 und die oppositionelle Casa delle Libertà über 156 Sitze verfügt, stellt die UDEUR drei Senatoren - und spielt damit das Zünglein an der Waage. Die Einführung der Pacs, die wie in Frankreich auch heterosexuellen Lebensgemeinschaften offen stehen sollen und eine leicht eingeschränkte Anzahl an Rechten und Pflichten beinhalten, ist in Italien höchst umstritten. Insbesondere die katholische Kirche übt Druck auf die Abgeordneten aus, da die Homo-Ehe ihrer Ansicht nach die traditionelle Familie destabilisiere (queer.de berichtete). (dk)














