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  • 20. Februar 2004, noch kein Kommentar

Sie sind die Jungstars des deutschen Kinos: Daniel Brühl ("Good Bye Lenin", "Das weiße Rauschen") und August Diehl ("Tattoo", "23"). In ihrem ersten gemeinsamen Film nehmen sie sich einer wahren Geschichte aus dem Berlin des Jahres 1927 an. "Was nützt die Liebe in Gedanken" handelt von Hetero- und Homo-Liebe – und vom Tod.

Die Geschichte: Die beiden Abiturienten Paul (Daniel Brühl) und Günther (August Diehl) verbindet die Suche nach der größten Liebe, ihrem höchsten Punkt im Leben – und dem richtigen Moment, dieses zu beenden. Die Freunde gehen daher einen geheimen Pakt ein, sich in dem Moment das Leben zu nehmen, in dem sie "keine Liebe mehr empfinden". Und: "Wir werden all diejenigen mit in den Tod nehmen, die uns unserer Liebe beraubt haben." Zunächst spielen die Hormone verrückt: Paul ist hingerissen von Günthers Schwester. Und Günther hat sich in den Kochlehrling Hans verguckt. Bei einer großen Sommerparty kommen sie alle bei Alkohol und Absinth zusammen. Die Lage eskaliert, in einem Anfall aus Eifersucht und Verzweiflung wollen Paul und Güther ihren Pakt in die Tat umsetzen.

Die Bluttat war 1927 als "Steglitzer Schülertragödie" in die Geschichte eingegangen. Der darauf folgende Prozess war einer der spektakulärsten in der Weimarer Republik. Immer neue Details über morbide Gedichte und Alkoholmissbrauch, schwule Beziehungen und promisker Sex unter den sich selbst überlassenen Jugendlichen elektrisierten die Öffentlichkeit.

Bereits zweimal wurde der Stoff verfilmt. Unter dem Titel "Geschminkte Jugend" änderten die Verfilmungen aus den Jahren 1929 und 1960 nicht nur die Namen der Charaktere sondern interpretierten die Story mit mehr künstlerischer Freiheit. "Was nützt die Liebe in Gedanken"-Regisseur Achim von Borries hielt sich dagegen detailgenau an die Vorfälle von 1927. (dk)

Ab 12. Februar im Kino.