https://queer.de/?6351
- 05. Februar 2007 1 Min.
New York (queer.de) - Der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Vereinten Nationen (ECOSOC) hat mit acht gegen sechs Stimmen die Akkreditierung einer kanadischen Homogruppe als Nichtregierungsorganisation abgelehnt. Kanada hat daraufhin die UN beschuldigt, ein "Muster der Diskriminierung" aufrechtzuerhalten. Die Ablehnung der Coalition gaie et lesbienne du Québec geht auf eine Initiative von fünf muslimischen Ländern zurück, die eine Abstimmung beantragten. Die Staaten Ägypten, Guinea, Pakistan, Katar und Sudan wurden dann von Burundi, China und Russland unterstützt. Diese Länder nannten jedoch keine Gründe für ihre Ablehnung. Für die Aufnahme der Homo-Gruppe sprachen sich Großbritannien, Kolumbien, Israel, Peru, Rumänien und die USA aus. Angola, Indien und die Türkei enthielten sich der Stimme. Erst vor zwei Monaten hatten sich der deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) gemeinsamt mit der ILGA-Europe und der dänischen LBL als erste Homo-Gruppen den Beraterstatus gesichert (queer.de berichtete). Zuvor waren die drei Verbände jedoch zwei Mal am Widerstand meist islamischer Staaten gescheitert. (dk)
Links zum Thema:
» Coalition gaie et lesbienne du Québec














