Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?6372
  • 08. Februar 2007 16 2 Min.

Toronto (queer.de) - Ein jetzt 21-jähriger Mann, der im Alter von zwölf Jahren von Nikaragua nach Nordamerika geflüchtet war, soll abgeschoben werden, weil er nicht beweisen konnte, dass er schon während seiner Flucht schwul war. Alvaro Antonio Orozco sagte aus, er sei von seinem Vater wegen seiner sexuellen Ausrichtung geschlagen worden. "Mein Vater nannte mich 'Marica' ('Schwuchtel') und erzählte mir, er würde das aus mir herausprügeln", so Orozco zur Zeitung "Globe and Mail". "Es ist einfach unmöglich für mich, zu beweisen, dass ich schwul war und bin." Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Orozco zur Zeit seiner Flucht noch nicht sexuell aktiv gewesen sei. Er fürchtet nun, dass er nach der Rückkehr in sein Geburtsland umgebracht wird. Orozco war kurz vor seinem 13. Geburtstag von zu Hause ausgerissen. Er ist durch Zentralamerika und Mexiko getrampt und dann mit einem anderen Jungen, den er unterwegs getroffen hatte, durch den Rio Grande geschwommen. In den USA wurde er als illegaler Einwanderer festgenommen und verbrachte ein Jahr in Haft. Er wurde unter der Auflage freigelassen, nach Nikaragua zurückzukehren. Statt dessen riss er wieder aus und kam über Umwege nach Kanada. Orozcos Anwalt will nun Einwanderungsministerin Diane Finley einschalten: "Wir wollen die Ministerin bitten, eine Ausnahme aus humanitären Gründen zu genehmigen", so El-Farouk Khaki. "Ich denke, die Entscheidung nimmt nicht Rücksicht auf das Schicksal von schwulen Kindern in homophoben Kulturen und wie sie mit diesen Vorurteilen leben müssen." Die Ministerin hat bislang noch nicht geantwortet. In Nikaragua gilt Homosexualität seit 1992 als Verbrechen. (dk)

-w-

#1 tux2006Anonym
  • 08.02.2007, 16:42h
  • Na wie witzig. Obwohl ich sehr viel auf die Kanadier setze, sie beschützen z. Bsp. US-Amerikanische Fahnenflüchtige, das ist doch wohl eher ein witz...

    Also, ich wusste mit 14, das ich schwul bin. aber mit 12???
  • Direktlink »
#2 MerkurAnonym
  • 08.02.2007, 18:02h
  • @ tux2006:

    Ja, bei dir ist es vielleicht so gewesen, dass du erst mit 14 wusstest, dass du schwul bist - andere wissen es aber eben früher. Ich wusste z.B. schon immer, dass ich schwul bin. Bei mir gab es keine Erkenntnis oder einen Zeitpunkt wo mir das aufgefallen ist. Das war schon immer in mir drinnen. Natürlich weißt du mit 5 Jahren nicht, dass du schon schwul bist (ist ja klar), aber die Tendenz oder vielmehr diese Tatsache ist durchaus bei vielen Menschen Fakt. Man sollte nie von sich selbst auf andere schließen. Und falls die Entscheidung für den Jungen positiv ausfällt, finde ich das nur gut und richtig. Die meisten jungen Homosexuellen hier aus Deutschland können sich halt schwer vorstellen auf diese extreme Art und Weise diskriminiert zu werden. Vielleicht würdest du ja anders denken, wenn du selbst in so einer Rolle stecken würdest. Hier schreien immer alle: "Oh, nein, da ist die CDU und ich werde diskriminiert und oh nein, wer hilft mir denn jetzt bloß - bitte beschützt mich doch vor der pösen pöössen pööössen CDU!!!!" Andere wären froh, wenn sie bei sich zu hause nur Händchen halten könnten, aber hier beschweren sich ja alle, dass die Homo-Ehe nicht voll anerkannt ist: "Bu hu hu hu hu". Ihr wisst gar nicht wie gut es euch eigentlich geht. In anderen Ländern gibt es gar keinen Diskriminierungsschutz, aber dass einige von euch einfach so wild in der Gegend rum*** können ohne dabei irgendwas zu befürchten, oder dabei Angst haben zu müssen am nächsten Tag deswegen gehängt zu werden, da denkt natürlich keiner dran.
  • Direktlink »
#3 AndreasAnonym
  • 08.02.2007, 19:13h
  • @Merkur: War bei mir genauso und auch beim Rest kann ich dir nur zustimmen. Ist aber sicher kein ausschließlich schwules Problem, denn wir Deutschen jammern allgemein auf einem sehr hohen Niveau.
  • Direktlink »