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- 08. Februar 2007 2 Min.
Toronto (queer.de) - Ein jetzt 21-jähriger Mann, der im Alter von zwölf Jahren von Nikaragua nach Nordamerika geflüchtet war, soll abgeschoben werden, weil er nicht beweisen konnte, dass er schon während seiner Flucht schwul war. Alvaro Antonio Orozco sagte aus, er sei von seinem Vater wegen seiner sexuellen Ausrichtung geschlagen worden. "Mein Vater nannte mich 'Marica' ('Schwuchtel') und erzählte mir, er würde das aus mir herausprügeln", so Orozco zur Zeitung "Globe and Mail". "Es ist einfach unmöglich für mich, zu beweisen, dass ich schwul war und bin." Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Orozco zur Zeit seiner Flucht noch nicht sexuell aktiv gewesen sei. Er fürchtet nun, dass er nach der Rückkehr in sein Geburtsland umgebracht wird. Orozco war kurz vor seinem 13. Geburtstag von zu Hause ausgerissen. Er ist durch Zentralamerika und Mexiko getrampt und dann mit einem anderen Jungen, den er unterwegs getroffen hatte, durch den Rio Grande geschwommen. In den USA wurde er als illegaler Einwanderer festgenommen und verbrachte ein Jahr in Haft. Er wurde unter der Auflage freigelassen, nach Nikaragua zurückzukehren. Statt dessen riss er wieder aus und kam über Umwege nach Kanada. Orozcos Anwalt will nun Einwanderungsministerin Diane Finley einschalten: "Wir wollen die Ministerin bitten, eine Ausnahme aus humanitären Gründen zu genehmigen", so El-Farouk Khaki. "Ich denke, die Entscheidung nimmt nicht Rücksicht auf das Schicksal von schwulen Kindern in homophoben Kulturen und wie sie mit diesen Vorurteilen leben müssen." Die Ministerin hat bislang noch nicht geantwortet. In Nikaragua gilt Homosexualität seit 1992 als Verbrechen. (dk)















Also, ich wusste mit 14, das ich schwul bin. aber mit 12???