https://queer.de/?6373
- 08. Februar 2007 1 Min.
Coleraine (queer.de) - Nordirland hat den höchsten Anteil an engstirnigen Menschen in der westlichen Welt. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Ulster im nordirischen Coleraine. Der Hauptfeind der Nordiren sind Schwule und Lesben – mehr als ein Drittel sagt, dass sie keine homosexuellen Nachbarn haben wollen. Rund 32.000 Menschen aus 19 europäischen Ländern sowie Australien, Neuseeland, Kanada und den USA wurden gefragt, wen sie nicht als Nachbar haben wollen. Zur Auswahl standen die Antworten "jemanden einer anderen Rasse", "Muslime", "Juden", "Einwanderer" und "Homosexuelle". Insgesamt gab es die meiste Abneigung gegen Homosexuelle (20 Prozent), gefolgt von Muslimen (15 Prozent). Nach Nordirland sprachen sich Italiener, Südiren (Republik Irland), Griechen und Österreicher gegen Schwule und Lesben aus. Am wenigsten Vorurteile zeigten Schweden, Niederländer, Isländer, Dänen und Deutsche. Insgesamt gibt es am wenigsten vorurteilsbeladene Menschen in Skandinavien – dort ist lediglich die Abneigung gegen Muslime vergleichsweise höher ausgeprägt. Zu den toleranteren Gruppen gehörten in der gesamten westlichen Welt Jüngere, Frauen, Gebildete und Besserverdiener.
Die Deutschen sind überdurchschnittlich tolerant
Deutschland liegt in vier von fünf Kategorien teils stark unter dem Durchschnitt – nur die Abneigung gegen Einwanderer ist hierzulande ein wenig höher. Die Studie wird im wirtschaftswissenschaftlichen Magazin "Kyklos" veröffentlicht. (dk)
Links zum Thema:
» Studie als PDF-Datei (auf Englisch)
Mehr zum Thema:
» Studie: Sachsen am homophobsten (queer.de vom 24.4.06)














