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- 13. Februar 2007 1 Min.
Vatikan (queer.de) - Papst Benedikt XVI hat die in Italien geplante Einführung von Eingetragenen Partnerschaften (DICO) als "subversiv" bezeichnet. Bei einem Vortrag vor katholischen Wissenschaftlern sagte er: "Kein von Menschen gemachtes Gesetz kann die vom Schöpfer gemachten Gesetze untergraben, ohne dass das Fundament der Gesellschaft erheblichen Schaden nimmt." Der 79-Jährige kritisierte auch die geplante Möglichkeit verschiedengeschlechtlicher Paare, Eingetragene Partnerschaften einzugehen. Das bestrafe Kinder und schwäche die Familie.
Auch Berlusconi kritisiert Homo-Ehe
Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die geplante Einführung von DICO scharf kritisiert. "Damit wird gerade das gemacht, was wir nicht wollten: Eine Art 'zweitklassige Ehe', die die Bedeutung von Familie entwertet", so der Anführer der 2006 bei nationalen Wahlen unterlegenen konservativen Partei Forza Italia. Nach Angaben von Reuters fuhr er fort: "Und es ist sicherlich ein Vorspiel dafür, Adoptionen für gleichgeschlechtliche Paare zu erlauben." Berlusconi sagte, seine Abgeordneten unterlägen bei dieser Abstimmung keinem Fraktionszwang. In der regierenden Koalition haben bereits Abgeordnete der kleine Partei UDEUR angekündigt, gegen den Regierungsentwurf zu stimmen (queer.de berichtete). Das Gesetz wurde letzte Woche dennoch im Kabinett verabschiedet (queer.de berichtete). Letztes Jahr gab es in Italien 250.000 Ehen – verglichen mit über 400.000 Anfang der 70er Jahre. (dk)














