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- 15. Februar 2007 2 Min.
Die Discoqueen und Homoikone der Siebziger malt seit Jahren mit viel Erfolg. In Berlin zeigt sie nun ihre Werke.
Von Carsten Weidemann
"Follow Me" hauchte sie in den späten Siebzigern, danach war sie die "Queen Of Chinatown". Ihre Hits, gesungen mit rauchiger Stimme, sind heute noch vielen im Ohr. Man kennt sie als erotischen Vamp, dem man nachsagt, er sei früher ein Mann gewesen. Gerüchte, die sich bis heute halten, trotz eindeutiger Nacktfotos im Playboy.
Dass Amanda eine Frau mit vielen Talenten ist, wissen nur wenige. In den sechziger Jahren hatte sie Kunst in London und Paris studiert. Bis ihr damaliger Lover David Bowie sie dazu brachte, es mit dem Singen zu probieren. In ihrem alten Bauernhaus in Frankreich, wo sie lebt, hat sie ihre früheren Talente nach dem Ende der Popkarriere wiederbelebt und malt dort erstaunlich gute Dinge. "Neo-expressiv" bescheinigt der Galerist Alexander Friedmann-Hahn ihrem Malstil. Mal poppig farbig, mal in Pastelltönen, mal etwas kitschig malt sie Porträts von Menschen, die ein bisschen an Cézanne und Corinth erinnern. 40 Werke von ihr werden ab dem 20.2. in Berlin zu sehen sein. Das ihre Malerei beliebt ist, bewies zuletzt die Schauspielerin Nicole Kidman. Sie hat einen echten Lear für 10.000 Dollar erworben. Wer in der Ausstellung zuschlagen möchte, muss bis zu 13.000 Euro auf den Tisch legen.
Auch als Sängerin ist Amanda Lear weiterhin aktiv. Ihre aktuelle CD heißt "With Love". 40 Millionen Alben hat sie insgesamt verkauft. Allerdings ist sie in Frankreich und Italien wesentlich erfolgreicher als hierzulande. Dort ist sie auch noch als Buchautorin bekannt und als TV-Moderatorin zu sehen. In Deutschland kam sie zuletzt in der Erotiksendung "Peep!" zum Einsatz, in der sie in schlechtem Deutsch dummes Zeug erzählte.
15.02.2007
Links zum Thema:
» www.galeriefriedmann-hahn.com
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