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- 15. Februar 2007 2 Min.
Miami (queer.de) -Vor einer Woche hatte sich der ehemalige US-Basketballstar John Amaechi geoutet. Sein ehemaliger Teamchef Tim Hardaway reagierte mit harschen Worten. Er würde nie mit einem Schwulen zusammen spielen.
Der ehmalige NBA-Teamchef war Gast in einer Radiosendung in Miami, wo er zur Buchveröffentlichung von John Amaechi befragt wurde. Amaechi hatte darin über sein verstecktes Doppelleben berichtet, das er führte, um seine Karriere nicht zu gefährden. Offensichtlich zu Recht, wie nun die Reaktion seines Bosses zeigt, der offen seine Homophobie rauslässt: "Ich kann schwule Leute nicht leiden, ich kann sie nicht um mich herum ertragen. Das sollte es nicht geben in der Welt oder in den Vereinigten Staaten."
Was er denn getan hätte, wenn er einen offen schwulen Kollegen gehabt hätte, wurde er in dem Interview gefragt. "Ich würde ihn nicht im Team haben wollen," antwortete Hardaway. "Er sollte auch nicht im Umkleideraum sein, wenn wir in der Umkleide sind." Der Teamchef glaubt, dass er mit seiner Meinung nicht allein ist und vermutet noch weitere versteckte Schwule unter den Sportlern. Hardaway relativierte sich zwar kurz nach dem Interview wieder von seinen eigenen markigen Sprüchen. Für Amaechi ist die Reaktion seinen Ex-Kollegen aber der beste Beweis, das die Vorurteile noch lange nicht überwunden sind: "Viele denken, der Rassismus und der Sexismus seien vorbei und die Homophobie überwunden, aber dem ist nicht so." (cw)














