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  • 16. Februar 2007 19 4 Min.

Die Prostata-Massage – eine kleine anale Lustreise zum männlichen G-Punkt

Von Christian Scheuß

Was viele nicht wissen: Mann muss nicht am Schwanz rubbeln, um zu kommen. Allerdings können nicht alle Männer den so genannten analen Orgasmus erreichen – zumindest nicht sofort.

Die Prostata gilt als männlicher G-Punkt. Dabei handelt es sich um eine kastaniengroße, 30 Gramm schwere Drüse, die auch im Tantra seit Ewigkeiten eine entscheidende Rolle spielt. Sie ist ungefähr fünf Zentimeter tief im Anus angelegt, in Richtung des Bauchraumes. Für viele Menschen ist der Anus allerdings eine schmutzige Tabuzone, das macht es mitunter etwas schwierig, sich dem unentdeckten Land der Lust zu öffnen.

Machen wir uns dennoch auf die Reise zum männlichen G-Punkt. Wenn man es allein versuchen möchte, braucht man natürlich etwas Beweglichkeit und genügend lange Arme. Ein Spiegel, positioniert vor dem Bett, auf das man sich legt, kann helfen, die richtigen Stellen zu finden. Besser geht es natürlich mit einem Partner. Außerdem benötigt man ein Gleitmittel. Ob auf wasserlöslicher oder Silikonbasis, ist dabei völlig egal. Die eigenen Fingernägel oder die des Partners müssen kurz sein und dürfen keine scharfen Kanten haben. Wenn man da auf Nummer sicher gehen möchte, nehme man einen Gummihandschuh, wie sie auch Ärzte für die Prostatauntersuchung nutzen.

Mit etwas Meditation lässt sich der Schließmuskel öffnen

Vor dem Eindringen in den Anus sollte man darauf achten, ob man bereits eine Weile zuvor Stuhlgang hatte, damit es nicht zu unangenehmen Begegnungen mit Ausscheidungen kommt. Wer sich nicht sicher ist, ob er auch von innen sauber genug ist, der kann mit einer Darmspülung nachhelfen.

Am bequemsten ist es, auf dem Rücken liegend die Beine anzuwinkeln. Die Lustfahrt beginnt an der Stelle zwischen After und Hodensack, dem Damm. Dort kann man mit der sanften Massage beginnen. Die ganze Region ist hochsensibel, die Prostata liegt nahe des Damms im Inneren. Vom Damm wandern die Finger hin zur Rosette. Das Eindringen des Fingers funktioniert einfach, wenn man genügend Gleitgel nutzt und es schafft, entspannt zu sein.

Möglicherweise ist der Schließmuskel störrisch und will sich partout nicht öffnen. Dahinter steckt aber nur die Angst oder Unsicherheit, die einem das Gehirn signalisiert. Mit etwas Meditation oder einfach netten erotischen Gedanken lässt sich dieser Störenfried aber abschalten. Der Finger muss nun die Prostata finden. Sie befindet sich im Inneren hinter den Hoden auf der Höhe des Damms, wo wir unsere Massagereise gerade begonnen haben.

Etwa fünf bis sieben Zentimeter in der Tiefe wird man mit einem, eventuell auf zwei Fingern auf die Darmwand stoßen. Die Vorsteherdrüse liegt am unteren Ende der Harnblase, die sich leicht schwammig anfühlt. Wenn man einen leicht runden Wulst ertastet und danach etwas tiefer geht, hat man den Ort gefunden, an dem man hin wollte. Wenn der Partner auf der Suche ist, kann man ihn dirigieren, denn man spürt sofort, wenn die Prostata getroffen wurde. Die Fingerspitze kann nun mit leicht kreisenden Bewegungen und sanftem Druck mit der Massage beginnen. Nutzt man zwei Finger, lässt sich die zu massierende Fläche vergrößern, indem man die Drüse quasi in die Zange nimmt.

Das Beben findet im Inneren statt

Es kann es sein, dass es zum Samenerguss kommt, ohne dass man einen Orgasmus erlebt oder gar eine Erektion hat. Das ist normal, denn die Prostata erledigt damit ihren eigentlichen Job. Sie rührt mit ihren Sekreten und den Spermien aus den Hoden das Sperma zusammen, das man mit der Ejakulation ausstößt. Das passiert vor allem dann schon mal, wenn man diese Massage nicht gewohnt ist. Erfahrenen Anwendern und vor allem denjenigen, die bereits eine gehörige Portion Geilheit mitbringen, ist das erotische Empfinden garantiert. Es kann zu einem ordentlichen Orgasmus kommen, der sich vom genitalen Höhepunkt deutlich unterscheidet. Das Beben, Zittern und Explodieren findet nicht am Schwanz, sondern im Inneren statt.

Wer sich durchs Ficken anal stimulieren möchte, sollte vorab mit seinem Partner darüber sprechen. Denn es hängt von der Fickposition und vom Erektionswinkel des eindringenden Schwanzes ab, wie sehr die Prostata einbezogen ist. Wenn der passive Partner auf dem Rücken liegt und der aktive Partner einen sehr steil aufgerichtete Erektion beziehungsweise auch einen leicht nach oben gekrümmten Penis hat, ist es einfacher. Am besten probiert ihre beide ein bisschen miteinander aus, was am besten klappt. Ihr wisst ja jetzt, wo ihr die Prostata findet.

Buch-Tipp:
Mehr Infos zum analen Orgasmus im neuen Ratgeber "Das Orgasmusbuch. Öfter und intensiver kommen", hrsg. von Christian Scheuß und Micha Schulze, 208 Seiten, farbig mit vielen Fotos, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2007, 19,95 €

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-w-

#1 josefAnonym
  • 16.02.2007, 14:33h
  • das ich das jetzt erst lese und das es das gibt,ich dachte immer ich wäre nicht normal ich erlebe das immer mit peter,aber eben nur mit ihm und der orgasmus ist viel intensiver als wenn ich spritze.
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#2 SaschaAnonym
  • 16.02.2007, 15:46h
  • "Für viele Menschen ist der Anus allerdings eine schmutzige Tabuzone, das macht es mitunter etwas schwierig, sich dem unentdeckten Land der Lust zu öffnen."

    Ja, man wundert sich immer wieder, wie wenig viele Männer eigentlich über ihre eigene Anatomie wissen. Auch da hat die Angsttreiberei der Kirchen also ihre mehr als deutlichen Spuren hinterlassen. Ja, Angst und Terror waren schon immer das beste Mittel zur Unterdrückung von Menschen.

    Dabei gibt es wohl kaum etwas Geileres und Intensiveres als ein Orgasmus mit oder gar durch Stimulation der Prostata!
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#3 tuxAnonym
  • 16.02.2007, 15:47h
  • Jo, da ist echt was dran. mein kerl spritzt auch immer von alleine, wenn ich ihn ficke.

    übrigens, leider hab ich die quelle nicht mehr, aber regelmässiger analverkehr soll wohl auch vor prostatakrebs schützen. zumindest kam dies mal bei einer studie herraus...
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