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Kommentare zu:
NL: Darf Homo-Ehe verweigert werden?


#17 FloAnonym
  • 23.02.2007, 13:41h
  • @Hampi:

    Wer gibt Dir das Recht, über andere Menschen zu urteilen und zu entscheiden, wie andere Menschen zu fühlen haben? Du bist nicht besser als andere Menschen und hast zwar ein Recht auf Deine eigene Meinung, aber kein Recht, diese Meinung für andere Menschen als verbindlich zu erklären. Das ist undemokratisch.

    Und die Standesbeamten haben Ihren Job zu machen und sich ans Gesetz zu halten. Wo kommt die Demokratie denn hin, wenn jeder seine eigenen Gesetze macht und nach eigenem Gusto entscheidet, wie er sich zu verhalten hat. Das wäre keine Demokratie, sondern Anarchie und das Recht des Stärkeren!

    Aber das findet man oft: Schwulenhasser nehmen für ihren Hass demokratische Rechte in Anspruch, wollen Schwulen aber demokratische Grundrechte entziehen und dann sollen plötzlich keine rechtsstaatlichen Prinzipien mehr gelten und Standesbeamter ihren Job und das Gesetz missachten dürfen.
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#16 saltgayAnonym
  • 23.02.2007, 08:20h
  • Na ja, zu Hampelmann brauche ich wohl nichts zu sagen. Er ist einfach die Karikatur eines Eidgenossen - so herrlich kleinkariert. Bestimmt trägt er ein Pepita-Hütchen. Was die Christen-Unie angeht, meine Güte, das sind die von der "liga tegen het vloeken". Mit denen bin ich auch schon "angeraakt", weil mir das "gvd" schnell von den Lippen geht. Ich muss da an einen Kollegen denken. Ich lese seine Bücher unheimlich gern und empfehle deshalb seinen Roman die "Jakobsleiter". Er heißt Marten't Haart und wir haben uns in der Kirchengemeinde köstlich amüsiert, weil er nicht nur die Glaubens- und Bewusstseinslage seiner niederländischen Mitbürger so treffend beschreibt, sondern wir bei uns auch solchen evangelikalen Tretminen haben. Die weigern sich zur Kenntnis zu nehmen, dass ich mit einem Mann verheiratet bin. Zurück zum Thema. Auch in den Niederlanden hat das Gesetz Vorrang vor der eigenen Meinung. Von der Meinungsfreiheit wird allerdings reichlich Gebrauch gemacht. Das finde ich prima. Darum lasse ich mir dann schon einmal Vorhaltungen machen, wenn ich spontan schon wieder "gvd" gesagt habe.

    Groetjes Stephan
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#15 tuxAnonym
  • 23.02.2007, 07:24h
  • @gerd: ".......Das passiert schon nicht, da die CU als evangelikale unbedeutende Partei gerade einmal 6 Sitze hat........"

    Hm, genau das wird auch hierzulande immer wieder über die NPD behauptet. Nur das diese "Parteien", wenn sie erstmal drin sind, noch mehr Zulauf bekommen, gerade in Zeiten der Sozialen Kälte und Zukunftsangst, sollte man nicht ausser Acht lassen.

    Denn gerade deren platte "Argumente" ziehen.
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#14 SebiAnonym
  • 22.02.2007, 23:08h
  • "Moral is an attitude we adopt towards people we personally dislike". (Zitat: Oscar Wild).
    Selbstverständlich gilt das nicht für jede Moral. Doch jene "Gewissensgründe". die man diesen Standesbeamten zugestehen will, sind reine Antipathie!
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#13 RalfAnonym
  • 22.02.2007, 22:34h
  • Da gibt's nur eine Lösung: Beamte, die ihren Beruf "aus Gewissensgründen" nicht ausüben wollen, sind aus dem Dienst zu entfernen.
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#12 GeorgAnonym
  • 22.02.2007, 21:45h
  • Es gibt bereits eine Aktion gegen die Homo-Politik der neuen Regierung.
    Verschiedene Stadtverwaltungen haben beschlossen, sich gegen die im Regierungsvertrag aufgenommene Klausel, dass Ehen zwischen Homosexuellen zwar möglich sind, aber die zuständigen Beamten dies verweigern können, zu wehren. Auch Amsterdam will, nach Rotterdam und Utrecht, seine Beamten zu solchen Eheschließungen verpflichten und Groningen sowie Eindhoven wollen folgen. Die niederländische Vereinigung zur Integration der Homosexualität (COC) will Beamte, welche die Eheschließung verweigern, in einer Liste erfassen und diese veröffentlichen. Der Vorsitzende meint, dass das Gesetz erneut zur Diskriminierung dieser Menschen führt. Wenn Beamte das Recht auf Verweigerung bekommen, sollten Heteros auch die Beamten ablehnen dürfen. Christen-Unie-Chef André Rouvoet hat aber angekündigt, dass er die COC-Kampagne nicht hinnehmen wird. Siehe:

    www.elsevier.nl/nieuws/nederland/artikel/asp/artnr/139506/rs
    s/true/index.html
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#11 joshAnonym
  • 22.02.2007, 21:20h
  • was für ein scharmützel. wenn ich also demnächst zum wohnungsamt komme, werde ich von dem dortigen beamten nicht bedient, weil ich schwul bin. aus gewissensgründen eben.
    der polizist eilt mir nicht zu hilfe wenn neonazis mich überfallen (das kennen wir ja) - aus gewissensgründen;
    der lehrer unterricht mein kind nicht - uups das ist ja sowieso verboten wenn man nicht patrick lindner heisst.
    schön ist das mit dem gewissen unserer braunen horden, wozu dann noch gesetze? überlassen wir doch alles dem "gewissen" der beamten.....hatten wir schon mal.
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#10 gerdAnonym
  • 22.02.2007, 21:02h
  • Das passiert schon nicht, da die CU als evangelikale unbedeutende Partei gerade einmal 6 Sitze hat (im Parlament sind 150 Abgeordnete).

    Zudem haben die keine Chance dies bei den anderen beiden Parteien durchzusetzen.

    DIe CU wurde im übrigen überhaupt mit 6 Abgeordneten gewählt, da das Immigrationsthema in den Niederlanden so massiv den Wahlkampf dort beherrscht hat und da hat die CU massiv gegen Moslems "mitgemischt".
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#9 tuxAnonym
  • 22.02.2007, 18:49h
  • Kapier ich nicht ganz: Was hat die persönliche Überzeugung eines Beamten mit dem gemein, was Recht und Gesetz ist?

    Das ist ja dann schon fast Befehlsverweigerung;-)

    Der Beamte steht in jedem Fall nicht über dem Gesetz. Da können diese Fundamentalisten, egal von welcher "Religion" sie sind, machen was sie wollen.

    Also, wenn ich Niederländer wäre, würde ich dagegen Klagen...
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#8 HampiAnonym
  • 22.02.2007, 18:23h
  • @hw: Interessante Frage von Dir, die ich nicht so ohne weiteres beantworten kann! Da ich in diesem Fall ja nicht davon ausgehen müsste, dass die "Tussy" nur an die Kohle des alten Sackes will, könnte es ja tatsächlich die grosse Liebe sein...leider haben Standesbeamte wohl tatsächlich kaum eine rechtliche Handhabe, sich zu weigern, Menschen zu trauen, denen sie nicht trauen, da sind dann nur die Gedanken frei...
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#7 madridEUAnonym
  • 22.02.2007, 18:08h
  • @moritz: In Spanien MUSS ein Homo-Paar getraut werden, weil es Gesetz ist. Es hat jedoch Fälle gegeben, wo widerborstige Beamte nach Weigerung vom Justizministerium dazu gezwungen werden müssen. Wenn dann "Unpässlichkeit" oder andere Verhinderungen zur Ausübung der rechtmässigen Trauung vorgeschützt werden, lässt man Gnade walten und findet immer genug Standesbeamte oder andere autorisierte Amtspersonen, die das dann gerne erledigen.
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#6 MoritzAnonym
  • 22.02.2007, 17:41h
  • hmmm...

    das verstehe ich nicht... hat die Meinung eines standesbeamter grundsätzlich Bedeutung? besser gesagt... gibt es Fälle, wo er die Vermählung verweigern kann?
    Diese Fälle müssen doch in einem Gesetz geregelt sein wenn schon... es kann doch nicht sein, dass das Gewissen eines Beamten entscheiden kann, ob er die Trauung (von wem auch immer) vornimmt oder nicht?

    oder übersehe ich hier etwas? Moritz

    MMoritz
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#5 hwAnonym
#4 SaschaAnonym
  • 22.02.2007, 16:24h
  • Nein, @Hampi, sobald diese "Fundis" (in diesem Zusammenhang ist das übrigens ein reichliche euphemistische Verniedlichungsform) anderen Menschen auf Grund ihrer persönlichen Eigenschaften uneingeschränkt gleiche Rechte absprechen und damit Diskriminierung und Ausgrenzung propagieren, hat das mit freier Meinungsäußerung NICHTS zu tun!

    Das solltest auch du bei deinen Kommentaren hier sehr dringend berücksichtigen!
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#3 HampiAnonym
  • 22.02.2007, 16:13h
  • ...auch "Fundis" haben das Recht auf freie Meinungsäusserung, sofern diese keinen Straftatbestand erfüllt! Ich bin auch dafür, dass Standesbeamte aus Gewissensgründungen sowohl homo- wie heterosexuelle Eheschliessungen verbieten dürfen, ich würde auch keine zwanzigjährige Tussy zusammen mit einem steinreichen neunzigjährigen Witwer vermählen, das soll dann ein anderer Dummer tun der damit keine Probleme hat!
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#2 rudolfAnonym
  • 22.02.2007, 16:09h
  • @Flo

    Die Hauptwählerschaft der Christenunie sind keine Katholen, das sind calvinistische Fundis in der niederländischen Provinz...
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#1 FloAnonym
  • 22.02.2007, 15:46h
  • Wie können Menschen, die Liebe verdammen und Hass verbreiten es wagen, sich christlich zu nennen?

    Sollte das wirklich kommen, so müsste auch Standesbeamten erlaubt werden Heteropaare aus Gewissensgründen nicht zu trauen.

    Das ist wieder mal ein Beispiel, dass die katholische Kirche ein Problem mit Demokratie, Gleichheit und Grundrechten hat. Die wollen das Mittelalter zurück, wo die Kirche regiert...
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