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Kommentare zu:
NL: Darf Homo-Ehe verweigert werden?


#11 joshAnonym
  • 22.02.2007, 21:20h
  • was für ein scharmützel. wenn ich also demnächst zum wohnungsamt komme, werde ich von dem dortigen beamten nicht bedient, weil ich schwul bin. aus gewissensgründen eben.
    der polizist eilt mir nicht zu hilfe wenn neonazis mich überfallen (das kennen wir ja) - aus gewissensgründen;
    der lehrer unterricht mein kind nicht - uups das ist ja sowieso verboten wenn man nicht patrick lindner heisst.
    schön ist das mit dem gewissen unserer braunen horden, wozu dann noch gesetze? überlassen wir doch alles dem "gewissen" der beamten.....hatten wir schon mal.
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#12 GeorgAnonym
  • 22.02.2007, 21:45h
  • Es gibt bereits eine Aktion gegen die Homo-Politik der neuen Regierung.
    Verschiedene Stadtverwaltungen haben beschlossen, sich gegen die im Regierungsvertrag aufgenommene Klausel, dass Ehen zwischen Homosexuellen zwar möglich sind, aber die zuständigen Beamten dies verweigern können, zu wehren. Auch Amsterdam will, nach Rotterdam und Utrecht, seine Beamten zu solchen Eheschließungen verpflichten und Groningen sowie Eindhoven wollen folgen. Die niederländische Vereinigung zur Integration der Homosexualität (COC) will Beamte, welche die Eheschließung verweigern, in einer Liste erfassen und diese veröffentlichen. Der Vorsitzende meint, dass das Gesetz erneut zur Diskriminierung dieser Menschen führt. Wenn Beamte das Recht auf Verweigerung bekommen, sollten Heteros auch die Beamten ablehnen dürfen. Christen-Unie-Chef André Rouvoet hat aber angekündigt, dass er die COC-Kampagne nicht hinnehmen wird. Siehe:

    www.elsevier.nl/nieuws/nederland/artikel/asp/artnr/139506/rs
    s/true/index.html
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#13 RalfAnonym
  • 22.02.2007, 22:34h
  • Da gibt's nur eine Lösung: Beamte, die ihren Beruf "aus Gewissensgründen" nicht ausüben wollen, sind aus dem Dienst zu entfernen.
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#14 SebiAnonym
  • 22.02.2007, 23:08h
  • "Moral is an attitude we adopt towards people we personally dislike". (Zitat: Oscar Wild).
    Selbstverständlich gilt das nicht für jede Moral. Doch jene "Gewissensgründe". die man diesen Standesbeamten zugestehen will, sind reine Antipathie!
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#15 tuxAnonym
  • 23.02.2007, 07:24h
  • @gerd: ".......Das passiert schon nicht, da die CU als evangelikale unbedeutende Partei gerade einmal 6 Sitze hat........"

    Hm, genau das wird auch hierzulande immer wieder über die NPD behauptet. Nur das diese "Parteien", wenn sie erstmal drin sind, noch mehr Zulauf bekommen, gerade in Zeiten der Sozialen Kälte und Zukunftsangst, sollte man nicht ausser Acht lassen.

    Denn gerade deren platte "Argumente" ziehen.
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#16 saltgayAnonym
  • 23.02.2007, 08:20h
  • Na ja, zu Hampelmann brauche ich wohl nichts zu sagen. Er ist einfach die Karikatur eines Eidgenossen - so herrlich kleinkariert. Bestimmt trägt er ein Pepita-Hütchen. Was die Christen-Unie angeht, meine Güte, das sind die von der "liga tegen het vloeken". Mit denen bin ich auch schon "angeraakt", weil mir das "gvd" schnell von den Lippen geht. Ich muss da an einen Kollegen denken. Ich lese seine Bücher unheimlich gern und empfehle deshalb seinen Roman die "Jakobsleiter". Er heißt Marten't Haart und wir haben uns in der Kirchengemeinde köstlich amüsiert, weil er nicht nur die Glaubens- und Bewusstseinslage seiner niederländischen Mitbürger so treffend beschreibt, sondern wir bei uns auch solchen evangelikalen Tretminen haben. Die weigern sich zur Kenntnis zu nehmen, dass ich mit einem Mann verheiratet bin. Zurück zum Thema. Auch in den Niederlanden hat das Gesetz Vorrang vor der eigenen Meinung. Von der Meinungsfreiheit wird allerdings reichlich Gebrauch gemacht. Das finde ich prima. Darum lasse ich mir dann schon einmal Vorhaltungen machen, wenn ich spontan schon wieder "gvd" gesagt habe.

    Groetjes Stephan
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#17 FloAnonym
  • 23.02.2007, 13:41h
  • @Hampi:

    Wer gibt Dir das Recht, über andere Menschen zu urteilen und zu entscheiden, wie andere Menschen zu fühlen haben? Du bist nicht besser als andere Menschen und hast zwar ein Recht auf Deine eigene Meinung, aber kein Recht, diese Meinung für andere Menschen als verbindlich zu erklären. Das ist undemokratisch.

    Und die Standesbeamten haben Ihren Job zu machen und sich ans Gesetz zu halten. Wo kommt die Demokratie denn hin, wenn jeder seine eigenen Gesetze macht und nach eigenem Gusto entscheidet, wie er sich zu verhalten hat. Das wäre keine Demokratie, sondern Anarchie und das Recht des Stärkeren!

    Aber das findet man oft: Schwulenhasser nehmen für ihren Hass demokratische Rechte in Anspruch, wollen Schwulen aber demokratische Grundrechte entziehen und dann sollen plötzlich keine rechtsstaatlichen Prinzipien mehr gelten und Standesbeamter ihren Job und das Gesetz missachten dürfen.
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