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  • 23. Februar 2007 7 1 Min.

Dublin (queer.de) - Das irische Parlament hat sich gegen einen Gesetzentwurf der oppositionellen Labour-Partei zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften ausgesprochen. Die Regierung unter Ministerpräsident Bertie Ahern gab an, der vorliegende Entwurf verstieße gegen die Verfassung. Sie beruft sich auf Artikel 41, in der es heißt, die Ehe sie besonders geschützt, ohne diese aber genauer zu definieren. Man wolle aber noch in diesem Jahr einen eigenen, abgespeckten Entwurf einbringen. Die Labour-Partei wollte erreichen, dass "Civil Unions" wie in Großbritannien und Nordirland die selben Rechte und Pflichten beinhalten wie die Ehe. Justizminister Michael McDowell von der konservativen Partei Fianna Fáil lehnte ein Referendum zur Verfassungsänderung, wie es in Irland nötig ist, jedoch ab. Das sei eine Schlammschlacht und daher "kontroproduktiv, weil wir einen sozialen Konsens in dieser Frage herstellen müssen." Scharfe Kritik an der Ablehnung kommt vom Labour-Chef Pat Rabbitte. "Das ist eine beschämende, oberflächliche, rohe, zusammenhangslose, arrogante, unglaubliche Farce", so der 57-Jährige zum "Evening Echo". In Richtung des Justizministers sagte Rabbitte: "Wenn man bedenkt, dass er eigentlich kein dummer Mann ist, kommt man nur zu dem Ergebnis, dass er uns einfach hinters Licht führen wollte." (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 23.02.2007, 13:34h
  • Jaja, das erzkatholische Irland...

    Dass man kein Referendum will, zeugt von einem sonderbaren Demokratieverstädnis - Ich dachte immer, das Volk sei der Souverän in einer Demokratie und alle Macht ginge vom Volke aus. Falsch gedacht!

    Und wieder dieser besondere Schutz der Ehe: die Ehe soll ja auch besonders geschützt werden, aber eben nicht auf gegengeschlechtliche Paare beschränkt werden, was ja auch das Gesetz nicht macht..

    Eigentlich sollte man meinen in jeder aufgeklärten Demokratie sollten alle Menschen vor dem Gesetz gleich sein, aber bis auf wenige Staaten (wie z.B. die Niederlande) sind in allen Staaten Schwule und Lesben die einzigen Menschen, die ganz offiziell diskriminiert werden und rechtlich Menschen 2. Klasse sind. Moderner Faschismus...
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#2 cole12Anonym
  • 23.02.2007, 19:19h
  • Ja, so kenne ich meine Landsleute.

    Letzte Woche hat mir noch jemand erklären wollen, dass die Iren im Vergleich zu den Nordiren viel toleranter seien und ich habe das verneint mit dem Hinweis, dass es in Irland genau so ist, wie in vielen anderen Ländern auch. In den Grossstädten Galway und Dublin sind homosexuelle Paare nix außergewöhnliches, aber das ländliche Irland und hier sprechen wir von der Mehrheit des Landes, sieht das alles etwas anders aus. Die Regierung spiegelt diese Haltung wider. Auf dem Land offen schwul oder lesbisch zu sein, heißt Mobbing, offene Feindseeligkeit bis hin zu Gewaltausbrüchen. Ich weiß leider, wovon ich rede.

    Ich liebe Irland und seine Menschen sind was ganz Besonderes und zu jedem freundlich, so lange man straight oder Tourist ist, jedenfalls auf dem Land.

    Liebe Grüsse an meine Granny Reagan
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#3 tuxAnonym
  • 23.02.2007, 20:20h
  • @cole12: Ich weiss nicht, ob es anders ist, wenn man da aufwächst oder länger lebt, aber ich hatte damals als ich in irland war ansich garkeine probleme gehabt. und das war bereits vor 14 Jahren...
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