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  • 23. Februar 2007 15 2 Min.

Das HPV-Medikament Gardasil ist jedoch eigentlich für Frauen und Kinder vorgesehen.

Von Michaela Monschein

Schwule Männer in Großbritannien fordern einen umstrittenen Impfstoff gegen eine Geschlechtskrankheit ein, der eigentlich geschaffen wurde, um Krebserkrankungen bei Frauen zu verhindern. Das Medikament Gardasil schützt gegen die meisten sexuell übertragbaren Infektionen wie HPV, das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann. HPV kann jedoch auch Warzen im Genitalbereich (Feigwarzen), Krebserkrankungen im Analbereich und Peniskrebs verursachen. Homo-Verbände argumentieren, dass eine Impfung gegen diese Erkrankungen schützen würde.

Zahlreiche private Kliniken bieten die Impfung Männern an. Eine Londoner Institution immunisierte laut BBC in den vergangenen sechs Wochen Dutzende Interessenten. Die Diskussion um Gardasil wurde äußerst kontrovers geführt, da das Medikament darauf ausgerichtet ist, Kindern verabreicht zu werden, bevor sie sexuell aktiv werden und sich mit HPV infizieren können. Die britische Regierung überlegt, ob alle Mädchen und möglicherweise auch die Jungen im Alter von elf oder zwölf Jahren routinemäßig in den Schulen geimpft werden sollten. Mit dieser Initiative soll die Anzahl der Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs verringert werden.

Das Medikament wurde für Jungen und Mädchen zwischen neun und 15 Jahren und für Frauen zwischen 16 und 26 zugelassen. Ärzte können sich jedoch entscheiden, ob sie Gardasil auch an andere Personengruppen abgeben. Sean Cummings von der Londoner Freedom Health Clinic empfiehlt das Medikament gerne auch erwachsenen Männern. Die Behandlung mit drei Injektionen kostet 450 Pfund. "Die Motivation für die Behandlung ist der Selbstschutz und die Weiterverbreitung von HPV zu verhindern."

Gegner argumentieren, dass es keinen Sinn mache, Menschen zu immunisieren, die bereits sexuell aktiv sind. Der Mediziner Paul Fox glaubt jedoch, dass eine Impfung durchaus Sinn machen kann. Er hält es für unwahrscheinlich, dass auch ein sexuell sehr aktiver Mensch sich mit allen vier HPV-Stämmen angesteckt hat, die von Gardasil abgedeckt werden.

Das Pharmaunternehmen Merck testet laut BBC derzeit die Wirksamkeit von Gardasil in einer Studie mit 4.000 Männern. 500 Teilnehmer haben auch schwule Sexualkontakte. Das US National Institute of Health führt derzeit ebenfalls Tests durch. Es soll ermittelt werden, welche Vorteile das Medikament bei einer HIV-Infektion bringen kann.

23. Februar 2007

-w-

#1 Tranny-JannyAnonym
  • 23.02.2007, 18:35h
  • Ihhhhhhhhh, das Bild ist ja ekelhaft!!!! Bahhh!!!
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#2 tuxAnonym
  • 23.02.2007, 20:27h
  • @tranny: hm, das bild sieht doch noch gut aus. weisst du wie "lecker" blutige Hämorroiden aussehen?? vor allem dann wenn sie schon nach aussen treten...
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#3 SvenAnonym
  • 24.02.2007, 00:33h
  • @tux

    Jo, die blutigen oder geschwollenen Hämhorriden (Analtrombosen) haben aber im Normalfall keine Geschlechtskrankheit als Ursache, sondern Bewegungsmangel und Co. Werden net umsonst Bürokirschen genannt...
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