https://queer.de/?6476
- 26. Februar 2007 1 Min.
Wien (queer.de) - Die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) steht der Anerkennung von Homo-Paaren nicht mehr ablehnend gegenüber. Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) sprach sich im ORF gegen "jede Form der Diskriminierung" aus. Insbesondere im Miet- und Erbrecht sollten schwul-lesbische Paare gleichberechtigt sein. Allerdings sei die Ehe ein "besonderer Zustand" zwischen Mann und Frau und müsse daher geschützt werden, so Kdolsky. Die ÖVP ist derzeit der Junior-Partner in einer Koalition mit der SPÖ. Die sozialdemokratische Justizministerin Maria Berger hatte zuvor im Radiosender Ö1 gesagt, sie könne sich vorstellen, dass schwule und lesbische Paare im Standesamt heiraten könnten. Allerdings sei auch eine Lösung beim Notar möglich. Das stieß bei der Homo-Gruppe HOSI Wien auf harsche Kritik: "Eine solche Variante lehnen wir strikt ab. Abgesehen von den Mehrkosten für die Paare würde eine solche Vorgangsweise eine Diskriminierung bedeuten. Wir bestehen daher auf einer staatlich anerkannten Partnerschaft mit einer staatlichen Eintragung an den dafür prädestinierten Standesämtern. Alles andere wäre eine rechtliche Anerkennung dritter oder vierter Klasse", erklärte die HOSI-Vorsitzende Bettina Nemeth. Im Januar war die Homo-Ehe Medienberichten zufolge auf Druck der ÖVP nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden (queer.de berichtete). (dk)













